Billigmodekette Primark setzt den Rotstift an
«Die geplanten Anpassungsmassnahmen sind unumgänglich»: Primark steht vor einem radikalen Umbau in Deutschland. Vier Geschäfte müssen dicht machen, Hunderte Mitarbeiter könnten entlassen werden.

Die Billigmodekette Primark will in Deutschland vier Geschäfte schliessen und 420 Arbeitsplätze abbauen. Man sei in einigen Regionen «überrepräsentiert», und die Rentabilität in den deutschen Stores sei «auf einem inakzeptablen Niveau», hiess es in einem verschickten Schreiben des Managements an die Belegschaft.
Die Shops in Gelsenkirchen, Krefeld, Kaiserslautern und im Frankfurter Nordwestzentrum seien von der Neuausrichtung betroffen. Man werde Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite über die Schliessungspläne aufnehmen.
Die Vereinbarungen sollen «so sozialverträglich wie möglich» gestaltet werden. «Wir bedauern es, wenn Entlassungen notwendig werden, aber die geplanten Anpassungsmassnahmen sind unumgänglich.» Die Wirtschaftlichkeit müsse gewährleistet werden, um die anderen Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. Andere bestehende Shops sollen verkleinert werden. Zudem prüft das Unternehmen Investitionen in neue Standorte – aber nur da, wo «die Gefahr der Kannibalisierung mit existierenden Stores gering ist».
Primark gehört zum Mischkonzern Associated British Foods (AB Foods), das sinkende Gewinne vermeldete. Als Grund nannte der Konzern gestiegene Kosten, die nicht alle an die Kunden weitergegeben worden seien.