Ermittlungen in Missbrauchsskandal an französischer Schule

Keystone-SDA
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Frankreich,

Ermittlungen gegen ehemaligen Beschäftigten einer katholischen Schule in Frankreich wegen Missbrauchs und Gewalt.

Schule
Frühere Schüler sprechen von Schlägen, Tritten und Missbrauch. (Symbolbild) - keystone

Im Skandal um Missbrauch und Gewalt an einer katholischen Internatsschule in Frankreich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen ehemaligen Beschäftigten wegen Vergewaltigung, sexueller Gewalt und körperlicher Misshandlung. Der 1965 geborene Mann soll in Untersuchungshaft kommen, wie die Ermittlungsbehörde im südwestfranzösischen Pau mitteilte. Zwei weitere ebenfalls in Polizeigewahrsam genommene Verdächtige kamen unterdessen wieder frei, weil die gegen sie gerichteten Vorwürfe verjährt sind.

Frühere Schüler sprechen von Schlägen, Tritten und Missbrauch. Wie die Staatsanwaltschaft nach rund einjährigen Ermittlungen und der Befragung von rund 100 Opfern mitteilte, hätten die zur Tatzeit zwischen 1955 und 2004 zwischen 9 und 17 Jahre alten Jungen zumeist von einem «Klima des Terrors» in dem bekannten Gymnasium Notre-Dame-de-Bétharram berichtet.

Geistliche misshandelten ihre Schutzbefohlenen

Geistliche und übrige Angestellte der Schule hätten sie geohrfeigt, ihnen Fusstritte und Faustschläge verpasst, mit Linealen auf die Hände geschlagen, sie sexuell missbraucht oder zur Bestrafung stundenlang mit wenig Kleidung im Freien stehen lassen. Zwischen 1996 und 2013 hätten sich vier Opfer an die Justiz gewandt und es sei in einem Fall zu einer Verurteilung gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

In grossem Stil kamen Ermittlungen aber erst ab 2024 ins Rollen, nachdem ein ehemaliger Schüler eine Facebook-Gruppe gründete und immer mehr Betroffene Anzeige erstatteten.

Politische Auswirkungen des Skandals

Frankreichs Premier François Bayrou wies erneut den Vorwurf von sich, als Bildungsminister zwischen 1993 und 1997 auf Hinweise zu Missständen in der Schule in seinem Wahlkreis, an der auch seine Frau arbeitete und die einige seiner Kinder besuchten, nicht reagiert zu haben. Ohne Rücksicht auf die Opfer werde versucht, einen politischen Skandal zu konstruieren, um ihn unter Druck zu setzen.

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