Fahnder finden 800 Kilo Kokain nach «Drop-Off» vor Küste
Französische Fahnder haben eine grosse Kokainlieferung gestoppt, die von Brasilien nach Frankreich geschmuggelt werden sollte.

Französische Fahnder haben eine grosse Kokainlieferung gestoppt, die von einem aus Brasilien kommenden Frachter ins Meer geworfen wurde und von einem Fischerboot ans Land gebracht werden sollte. In der Normandie bei Le Havre hätten Einsatzkräfte ein Fischerboot mit 800 Kilogramm Kokain aufgebracht und sechs Männer und zwei Frauen festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Rennes mit.
Bis zur Küste sei die Drogenlieferung mit einem von Brasilien nach Amsterdam fahrenden Frachtschiff erfolgt, das von der französischen Küstenwache zum Anlegen in Dunkerque gezwungen wurde. Die 22-köpfige Besatzung wurde festgenommen und das Schiff durchsucht.
Hubschrauber und Boote im Einsatz
Dem spektakulären nächtlichen Polizeieinsatz mit rund 100 Beamten, diversen Booten und einem Hubschrauber waren eineinhalb Jahre Ermittlungsarbeit vorangegangen. Beteiligt an dem Schmuggel war auch ein Schnellboot, das die im Meer treibenden Drogenpakete einsammelte und zu dem Fischerboot brachte.
Die Häfen in Nordfrankreich und allen voran in Le Havre sind seit Jahren neben Rotterdam und Antwerpen wichtige Einfuhrhäfen für Kokain in Europa. Verstärkt bedienen sich die Kriminellen zudem der sogenannten «Drop-Off-Methode»: Sie werfen Drogenpakete von Frachtschiffen ab, damit kleinere Boote sie später einsammeln können. Das geht manchmal allerdings schief – vor knapp zwei Jahren wurden am Ärmelkanal bei Cherbourg zwei Tonnen Kokain an Stränden angespült.