Moskaus neuer Botschafter in den USA fordert Sanktionsabbau
Russlands neuer Botschafter in den USA, Alexander Dartschijew, hofft auf einen Neustart der Beziehungen nach seiner Ankunft in Washington.

Russlands neuer Botschafter in den USA, Alexander Dartschijew, hat sich nach Ankunft in Washington hoffnungsfroh für einen Neustart in den Beziehungen gezeigt.
Die praktische Arbeit zwischen Russland und den USA beim Wiederaufbau der Kontakte habe ein «gutes Tempo» erreicht, meinte der 64-Jährige. «Aber es braucht mehr Anstrengungen», sagte er laut einer Mitteilung der russischen Botschaft bei Telegram. Als Beispiel nannte der Diplomat einen Abbau der Sanktionen gegen Russland.
Konkret sprach Dartschijew Visaerleichterungen für Reisen von Bürgern und eine Wiederaufnahme des Flugverkehrs zwischen den beiden Ländern an. Die gegenseitige Luftraumsperrung ist eine der Sanktionen, die im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine eingeführt wurden.
Dartschijew sagte auch, dass die bisher stark eingeschränkte Arbeit der diplomatischen Vertretungen beider Länder wieder auf Normalniveau gebracht werden solle. Russland fordert zudem von den USA die Rückgabe von sechs beschlagnahmten Immobilien.
Moskau sieht «Fenster der Möglichkeiten»
US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben bei zwei Telefonaten ihren Willen bekräftigt, die Beziehungen zwischen ihren Ländern zu normalisieren. Dazu gab es bereits auch Treffen auf diplomatischer Ebene.
Geöffnet habe sich jetzt ein «Fenster der Möglichkeiten», sagte der Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow in Moskau. «Die Kontakte, die geknüpft wurden, sind nur der Anfang eines langen und schwierigen Prozesses der Heilung der Beziehungen», sagte er. Grundsätzlich müsse es im Verhältnis mit den USA und dem Westen um die gegenseitige Achtung der Interessen gehen.