Ukraine-Krieg: Russen bereiten wegen Ukraine-Offensive Bunker vor

Anna-Lena Burkard
Anna-Lena Burkard

Russland,

Aus Angst vor einer atomaren Eskalation im Ukraine-Krieg gibt es in Russland einen Run auf Bunker. Zahlreiche Städte bereiten sich auf eine Katastrophe vor.

Ukraine-Krieg
Besucher besichtigen 2021 einen 43 Meter tiefen Atomschutzbunker in Moskau. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Russland wächst die Angst vor einer nuklearen Katastrophe.
  • Die Bevölkerung stürzt sich vermehrt auf Bunker, auch Städte bereiten sich vor.
  • Immer wieder warnt Putin den Westen vor dem Einsatz von Atomwaffen.

Bereits mehrmals hat Wladimir Putin im Ukraine-Krieg gedroht, möglicherweise Atombomben einsetzen zu wollen. Auch im russischen TV wird seit Monaten immer wieder fleissig darüber berichtet.

Mit dem Voranschreiten der ukrainischen Gegen-Offensive scheinen die Russen Putins Warnungen zunehmend ernst zu nehmen. Die Angst vor einem Atomkrieg wächst.

Das zeigt sich derzeit in der Nachfrage nach Schutzeinrichtungen: Um sich auf eine atomare Eskalation im Ukraine-Krieg vorzubereiten, kaufen sich jetzt viele Russen einen Bunker.

Der Fernsehsender «NTV» berichtet von 20 bis 30 Schutzräumen, die allein in Moskau wöchentlich gekauft werden. Auch die russische Elite habe sich bereits einen geheimen Schutzraum bauen lassen, schreibt die britische «Sun».

Russen-Bunker zu 95 Prozent unbrauchbar

Auch alte Einrichtungen werden wieder bereitgestellt. Laut einem Telegram-Nutzer ist eine russische Wohnungsbaugenossenschaft dazu aufgefordert worden, bis zum 18. Oktober einen Bunker zu räumen, der fürs Parkieren genutzt wird. Die Räumlichkeiten sollen zur Zivilschutzanlage umfunktioniert werden.

In der Hauptstadt Moskau werden derweil kollektive Schutzmittel erhöht und alle Luftschutzbunker überprüft. Darüber berichtet das russische Portal «Istories». Ähnliche Massnahmen wurden aus Sotschi, der Region Wolgograd und der Republik Burjatien gemeldet.

Befürchten Sie einen Atomkrieg?

Insgesamt stehen in Russland 16'448 Atombombenschutzbunker zur Verfügung. Davon sind laut der Rechnungskammer des Landes jedoch 95 Prozent unbrauchbar. Der Grossteil wurde während des Kalten Krieges gebaut.

Firmen werben im Ukraine-Krieg mit «Ende der Welt»

Unternehmen werben jetzt mit der Angst vor einem Atomkrieg. In einer Anzeige etwa wurde davor gewarnt, dass sich die Menschen «auf das Ende der Welt» vorbereiten sollen.

Kunden werden dazu aufgefordert, so bald wie möglich einen Schutzbunker zu kaufen. So werden beispielsweise Bunker gegen «atomare, biologische und chemische Verseuchungen» angeboten.

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