Eine Mahlzeit in Krisengebieten kostet 350 Franken

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Genève,

Eine selbstgekochte Bohnensuppe kostet laut Vergleichsrechnungen der WFP bis zu rund 350 Franken in den ärmsten Ländern der Welt.

Mütter von mangelernährten Kindern erhalten Essen. (Symbolbild)
Mütter von mangelernährten Kindern erhalten Essen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das WFP berichtet, eine Bohnensuppe im Südsudan würde umgerechnet 300 Franken kosten.
  • Die Hungersnot in Krisengebieten wird durch Terror und Dürre schlimmer.

Die Kosten für einfaches Essen sind in Krisengebieten oft horrend. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hat jetzt erstmals Vergleichsrechnungen angestellt und kommt zu schockierenden Ergebnissen. Für eine selbstgekochte Suppe mit Bohnen, Reis und Öl, die in New York 1,20 Dollar (1,19 Franken) kosten würde, müsste ein Einwohner im Südsudan in Afrika zwei Tage arbeiten, berichtete das WFP zum Welternährungstag. Das entspräche übertragen auf New York 348,36 Dollar (345,29 Franken) pro Mahlzeit. In den Krisengebieten von Nordnigeria wären für die Mahlzeit 222,05 Dollar nötig, im Bürgerkriegsland Jemen 62,37 Dollar (61,82 Franken).

«In vielen dieser Länder können die Menschen nicht jeden Tag eine Mahlzeit einnehmen», sagte WFP-Sprecher Hervé Verhoosel in Genf. «Viele können nur essen, wenn sie von Helfern der Vereinten Nationen oder anderer Hilfsorganisationen unterstützt werden.»

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