Impfung gegen Gürtelrose besonders für jüngere Menschen empfohlen
Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Gürtelrose. Umso wichtiger ist es, sich bereits in frühen Jahren gegen die Krankheit impfen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Gürtelrose wird immer öfter bei jüngeren Menschen diagnostiziert.
- Experten empfehlen, sich frühzeitig impfen zu lassen.
«Wir sehen eine ganze Reihe von jungen Leuten, bei denen es eigentlich keinen Grund gibt und die trotzdem einen schweren Zoster bekommen», berichtet Mario Fabri aus der Universitätsklinik Köln. Die Gürtelrose-Fälle unter jüngeren Leuten sind stark angestiegen, sodass Experten nun nach der Ursache forschen.
Es scheint, als würde der Anstieg der Fallzahlen an der Corona-Pandemie liegen. Die schweren Infektionen bei Menschen unter 50 hätten zu einem geschwächten Immunsystem geführt. Dadurch hätte sich die Gürtelrose ausbreiten können, da die im Körper schlummernden Viren sich aktiviert konnten.
Gürtelrose wegen Stress
Doch nicht nur Corona ist Schuld an den steigenden Zahlen. Der Allgemeinmediziner Günther Hirschberger berichtet: «Ein häufiger Grund, warum das Immunsystem das Virus nicht in Schach halten kann, ist Stress. Und durch die Corona-Pandemie sind die Fälle noch einmal deutlich mehr geworden.»
Die Ständige Impfkommission empfiehlt drei Gruppen, sich gegen Gürtelrose zu impfen. Bei der ersten Gruppe handelt es sich im Personen ab 60 Jahren. Die zweite Gruppe umfasst Personen ab 50 Jahren, die durch Krankheiten oder Transplantationen geschwächt sind. Zur dritten Gruppe zählen Personen ab 50, die Probleme mit der Lunge, den Nieren oder dem Darm haben.