Südafrika verbietet kommerzielle Fischerei vor Pinguin-Brutplätzen
Südafrika verbietet kommerziellen Fischfang an Pinguin-Brutplätzen, wo Nahrungsknappheit zur Ausrottung führen könnte.

Das Wichtigste in Kürze
- In Südafrika wurde ein wichtiger Gerichtsbeschluss für bedrohte Pinguine gefällt.
- Kommerzielle Fischerei wurde aus ihren Jagd- und Brutgebieten verbannt.
- So sollen die Nahrungsgebiete der Kolonien geschützt werden.
Ein kürzlich ergangener Gerichtsentscheid könnte der Schlüssel zu Rettung für eine vom Aussterben bedrohte Pinguinart in Südafrika sein.
In den reichen Gewässern vor der Kap- und Atlantikküste Südafrikas sind sechs wichtige Brutkolonien des Afrikanischen Pinguins nun Sperrgebiete.
Wie «Good News Network» berichtet, verbietet der Beschluss die kommerzielle Sardinen- und Sardellenfischerei an diesen Orten.
Schutz für ein Jahrzehnt
Weniger als 10'000 Brutpaare dieses Pinguins überleben. Naturschutzgruppen begrüssten die Entscheidung des Gerichts, die die Nahrungsgebiete der Kolonie für mindestens ein Jahrzehnt schützen wird.
BirdLife South Africa betonte den historischen Sieg im Kampf zur Rettung des afrikanischen Pinguins in freier Wildbahn.
Zu den Schutzgebieten gehört unter anderem Robben Island, wo Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert war. Ebenso Dassen Island, weiter südlich an der Atlantikküste Südafrikas, und das Stony Point Nature Reserve.
Entscheid positiv für weitere Arten
Dem Entscheid gingen Wochen harter Arbeit und Verhandlungen zwischen den Naturschutz-NGOs und der kommerziellen Sardinen- und Sardellenfischereiindustrie voraus.

In erster Linie sollten die Chancen für die Erhaltung der einzigen Pinguinart Afrikas verbessert werden. Das Ergebnis dieser Schliessungen wird auch anderen marinen Raubtierarten zugutekommen, wie Alistair McInnes von BirdLife berichtet.
Dazu gehören Kapsturmvögeln, Kapkormoranen und andere sozioökonomisch wichtige Fischarten, die ebenfalls Sardinen und Sardellen fressen. Auch viele Menschen, die von den marinen Ökosystemen profitieren, können ihre Lebensgrundlage verbessern.