Baumeisterverband warnt vor Wohnungsnot

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Schweizer Baumeisterverband (SBV) warnt vor einem Wohnungsleerstand von unter einem Prozent in diesem Jahr, da weniger Wohnungen gebaut werden als benötigt.

SBV
Der schweizerische Baumeisterverband (SBV) warnt vor weiter sinkendem Wohnungsleerstand. (Archivbild) - sda

Der Schweizer Baumeisterverband (SBV) schlägt Alarm. Bereits in diesem Jahr drohe landesweit ein Wohnungsleerstand von unter einem Prozent.

Begründet wird die Annahme des SBV damit, dass deutlich weniger Wohnungen gebaut werden als nötig sei. Bis sich die Bautätigkeit sichtlich erholt, dürfte es zudem noch dauern: «Die Zinssenkungen brauchen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten», sagt SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi am Mittwoch anlässlich einer Medienkonferenz.

Konkret rechnet der SBV gemäss dem Bauindex für das gesamte Baugewerbe mit einem Umsatzplus von lediglich 0,2 Prozent im Jahr 2025. Für das erste Quartal 2025 zeichne sich noch ein Umsatzrückgang von 1,8 Prozent zum Vorjahresquartal ab. Nun dürfte sich die Bautätigkeit insgesamt aber wieder erholen. Für das vierte Quartal wird dann ein Plus von immerhin 2,9 Prozent prognostiziert.

Diese Verbesserung dürfte allerdings nicht im Wohnungsbau stattfinden, so die Prgnose. Der Bauindex prognostiziert in dieser Sparte für das erste Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für die zweite Jahreshälfte 2025 wird zudem nur mit einer leichten Zunahme gerechnet.

SBV warnt vor weiter sinkendem Wohnungsleerstand

In absoluten Zahlen bedeutet das laut SBV, dass in diesem Jahr rund 42'000 neuen Wohnungen entstehen dürften. Die Nachfrage liege aber gemäss dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) bei 50'000 Neuwohnungen. «Daher dürfte der Leerstand abermals abnehmen und unter 1,0 Prozent fallen», sagt Lardi.

Der Baumeisterpräsident findet daher klare Worte und spricht von «Alarmzeichen»: «Es bräuchte Reformen, welche dem Bau- und Immobilienmarkt mehr Freiheiten gewähren», so Lardi. De facto beobachte der SBV aber eine «gegenteilige Tendenz». Damit steuere die Politik «mit Vollgas von einer Situation des Wohnungsmangels in eine regelrechte Wohnungsnot.»

Um den Wohnungsbau längerfristig wieder anzukurbeln, fordert der SBV schnellere Planungs- und Bewilligungsverfahren und eine Anpassung der raumplanerischen Grundlagen. Die Interessen zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz müssten ausserdem besser abgewogen werden.

Kommentare

User #6418 (nicht angemeldet)

Wer hätte denn das gedacht? da fällt mir vor bewunderung die hose runter ob so viel weisheit..keine wohnungen mehr oder viel zu teuer? gibts doch nicht..

User #4649 (nicht angemeldet)

Noe.gibt es kuenftig bald nicht mehr.wetten?

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