Stadt Zürich

Genossenschaften: So will Zürich künftig Betrügereien verhindern!

Marie Augustin
Marie Augustin

Zürich,

Bei zwei Zürcher Baugenossenschaften soll es zur Veruntreuung von Millionenbeträgen gekommen sein. Die Stadt reagiert nun mit vorbeugenden Massnahmen.

Genossenschaft Frohheim Zürich
Der Ex-Geschäftsführer und Ex-Vorstandspräsident der Baugenossenschaft Frohheim in Zürich wurden angezeigt. Hier die Wohnsiedlung Riedgraben. - BGF

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Baugenossenschaften Letten und Frohheim sollen Gelder veruntreut haben.
  • Obwohl es sich um Einzelfälle handeln dürfte, sieht die Stadt Zürich Handlungsbedarf.
  • Neue Massnahmen sollen weitere Vorfälle dieser Art verhindern.

Bei der Baugenossenschaft Letten sowie der Baugenossenschaft Frohheim soll es zu Millionen-Veruntreuungen gekommen sein. Zwar gilt für die Verdächtigen noch die Unschuldsvermutung, doch Geschäftsführer und Vorstandspräsident sollen die Veruntreuungen gemeinsam ermöglicht haben.

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, stehen die Fälle beider Genossenschaften nicht in Zusammenhang. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es unter den 85 grösseren Baugenossenschaften in Zürich häufiger zu derartigen Vorfällen kommt.

Stadt Zürich ist keine Aufsichtsinstanz

Andreas Wirz ist sich als Präsident des Verbandes Wohnbaugenossenschaften Zürich sicher: Das sei nicht der Fall – die sehr grosse Mehrheit der Baugenossenschaften unterliege einer verantwortungsbewussten Führung.

«Für das System» spreche, dass die neuen Verantwortlichen der beiden Ausnahme-Genossenschaften die Vorfälle lückenlos aufklären wollen.

Baugenossenschaften Betrug Kontrolle Veruntreuung
Daniel Leupi bei einer Medienkonferenz zur Lancierung der «Wohnungs-Initiative» in Zürich. (Archivbild) - keystone

Die Stadt Zürich gewährt Baurechte für über 80 Genossenschaften. Eine Aufsichtsinstanz sei sie jedoch nicht, erklärt die Sprecherin des zuständigen Finanzvorstandes Daniel Leupi.

Dennoch will der Stadtrat die Zürcher Wohnbaugenossenschaften intensiver betreuen, schreibt der «Tagesanzeiger».

Neuer Kontrollposten und Richtlinien

Dazu soll demnächst eine neue Stelle in der Fachstelle Gemeinnütziges Wohnen ausgeschrieben werden. Fragen der Governance sowie Finanzen und Controlling von Wohnbaugenossenschaften fallen in den Bereich der künftigen Fachperson.

Die Stadt Zürich will ausserdem klären, ob und wie sie sich an der verbesserten Leitung von Genossenschaften beteiligen kann. Aufschluss darüber soll ein neues Gutachten des Finanzdepartements geben.

Vermutest du weitere Betrugsfälle unter den Baugenossenschaften?

Der Verband Wohnbaugenossenschaften Zürich hat derweil Richtlinien für eine gute Genossenschaftsleitung ausgearbeitet. Verbindlich sind diese nicht, Genossenschaften werden jedoch durch den Verband bei der Umsetzung unterstützt.

Kommentare

User #4251 (nicht angemeldet)

Die Stadt Zürich sollte auch mal schauen, wer alles in diesen Wohnungen hockt bzw. ob (noch) zu Recht.

User #4580 (nicht angemeldet)

Dass ist das was Musk in den US-Behörden ausmistet. In der Schweiz wird es viele solche Kickbacks geben, bei den vielen ausländischen Unternehmen und bei Organisationen wie Entweickungshilfen. Roten Kreuz

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