Jungfraubahn-CEO hinterlässt ein Unternehmen auf Rekordkurs

Die Jungfraubahn-Gruppe erzielte 2024 einen Rekordertrag, und der Jahresbeginn lässt auf weiteres Wachstum hoffen.

Urs Kessler
Urs Kessler tritt im Juni 2025 als CEO der Jungfraubahn-Gruppe ab. (Archivbild) - sda

Die Jungfraubahn-Gruppe hat 2024 einen Rekordertrag erzielt. Und der Start ins neue Jahr deutet darauf hin, dass es weiter nach oben geht. Der im Sommer abtretende CEO Urs Kessler hinterlässt damit ein Unternehmen auf Rekordkurs.

«Für unseren Erfolg ist auch in Zukunft das Jungfraujoch entscheidend», sagte der langjährige Chef des Bergbahnunternehmens am Donnerstag an seiner letzten Bilanzmedienkonferenz. Mit 1,06 Millionen Besuchern kamen 2024 erstmals wieder mehr Gäste das Ausflugsziel «Top of Europe» auf 3464 Meter über Meer. Nur 2018 waren es noch mehr.

Bei den «Erlebnisbergen» lief es gar gut wie nie. Die Firstbahn, die Harderbahn und die Bergbahnen Lauterbrunnen-Mürren erzielten allesamt Gästerekorde. Auch die Erträge aus dem Wintersport lagen dank einem Rekordwert bei den Besuchern zu Beginn der Skisaison 2024/25 so hoch wie nie.

Aufwärtspotenzial bei Gästen aus China und Japan

Aufwärtspotenzial für das laufende Jahr sieht Kessler vor allem bei den Gästen aus China und Japan. Diese kamen auch 2024 noch immer deutlich weniger als vor der Pandemie.

Auch für Indien rechnet Kessler mit einer weiteren Aufwärtsentwicklung. Bei den Gästen aus den USA erwartet er nach dem zuletzt starken Wachstum eine Konsolidierungsphase. Und für Europa geht der scheidende Chef trotz herausforderndem Umfeld von einer stabilen Entwicklung aus.

Der Start ins Jahr scheint geglückt. Im laufenden Jahr 2025 besuchten bis Ende März bereits wieder gut 123'000 den Top of Europe. Das sind 4,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Gewinn von 76,5 Millionen Franken 2024

Der Gewinn lag 2024 mit 76,5 Millionen Franken wegen höherer Kosten etwas unter Vorjahr. Neben höheren Personalkosten belasteten vor allem höhere Energiepreise das Ergebnis. Finanzchef Christoph Seiler sprach von einem «Energiepreisschock» in 2024.

Es war aber das zweithöchste Ergebnis in der Geschichte der Jungfraubahnen. Und der Gewinn ist knapp 44 Prozent höher ausgefallen als im letzten «Vor-Corona-Jahr» 2019.

Das Ergebnis habe zusammen mit einem positiven Ausblick zu der um einen Franken erhöhten Dividende von 7,50 Franken je Aktie geführt, wie Finanzchef Christoph Seiler ergänzte. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 56 Prozent.

Erfolg dank der V-Bahn

Urs Kessler hinterlässt damit nach 38 Jahren beim Unternehmen, davon 17 als CEO, ein wachsendes und profitables Unternehmen. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt der 2020 eröffneten V-Bahn. Es war das grösste Infrastrukturprojekt im Alpenraum.

Kessler sprach von einem Herzens- und Generationenprojekt: «Die V-Bahn hat uns viel wettbewerbsfähiger gemacht.» Dies sei besonders wichtig, da man in einem «klassischen Verdrängungsmarkt» operiere.

Sein Nachfolger Oliver Hammel tritt in grosse Fusstapfen. Er kommt vom in Asien tätigen Vertriebsspezialist DKSH und übernimmt den Chefposten im Juni.

Kommentare

User #1195 (nicht angemeldet)

Endlos drängeln die Autos durch das Berner Oberland und trotzdem scheint es noch nicht genug zu sein. Was will man da als kleiner Einheimischer noch sagen. Vielleicht sollten höhere Gebühren für diejenigen erhoben werden welche mit dem Auto anreisen. Weiter sind die Wohnungen bei uns kaum noch zu bezahlen. Jeder versucht nur noch so viel Geld zu verdienen wie möglich. Da viele Arbeitsplätze durch Menschen aus allen Ländern Europas besetzt werden, zieht das Argument, seit doch froh dass ihr Arbeit habt auch nicht mehr. Vollgestopfte Züge und Strassen und endloser Lärm, das ist es was an die nächsten Generationen weitergegeben wird. Schade. Ein Einheimischer.

User #4251 (nicht angemeldet)

Was Wunder bei diesen unverschämten Preisen für diese Bahnfahrt!

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