Rheinschifffahrt: Nur wenige Zentimeter machen den Unterschied
Seit Wochen macht der niedrige Wasserstand den Reedereien des Rheins zu schaffen. Dank eines kleinen Umbaus kann ein weiteres Schiff den Rhein nun befahren.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit Wochen kämpfen Reedereien mit dem tiefen Wasserstand im Rhein.
- Ein Schiff musste deswegen umgebaut werden.
Bei einem Wasserstand von nicht mal fünf Metern geht in Sachen Rheinschifffahrt nicht mehr viel. Seit Wochen ist die Schifffahrt nur noch reduziert möglich. Grosse Schiffe können nicht mehr fahren, viele kleine sind nicht mehr voll beladen.
Die Reederei Dubbelman aus den Niederlanden hat deshalb ein Schiff umgebaut, wie Martin Ticks von der Birsterminal AG – Schweizpartner der Reederei – sagt. Man habe den Winkel der Schiffsschraube angepasst, sowie noch einige weitere Umbauarbeiten vorgenommen.
Wenig Wasser, Schiffe fahren dennoch
Damit komme das Frachtschiff besser in die Schweiz. Das Schiff wurde umgebaut, weil es in Rotterdam die Reise nach Basel aufgrund der niedrigen Wasserstände nicht mehr antreten konnte. Die holländische Reederei war aber, im Gegensatz zu anderen, weniger stark vom Niedrigwasser betroffen. Zwar musste die Ladung der Schiffe dem Wasserpegel angepasst werden, aber fahren konnten sie weiter.
Zwei von vier Koppelverbänden waren laut Ticks ständig und ohne Unterbruch unterwegs. Bei Koppelverbänden handelt es sich um mehrere Schiffe, die aneinander gepackt werden. Diese Koppelverbände sind oftmals zu viert unterwegs, und werden dann nach und nach aufgeteilt. So lassen sich Kosten beim Energieaufwand und Personal sparen.
Ähnlich ergeht es auch der Pamina Tankschifffahrt AG. Wegen eines besonderen Schifftyps, der über einen niedrigeren Rumpf verfügt, konnten auch diese Schiffe weiterfahren. Eine schnelle Erhöhung des Wasserstandes ist nicht in Sicht. Eine Sorge ist, dass es kalt wird und es statt Regen zu Schnee kommt.