Stadt Zürich zahlt 2025 keinen Heizkosten-Zustupf aus
In der Stadt Zürich gibt es dieses Jahr keinen Energiekostenzuschuss – die Preise sind zu wenig gestiegen.

Einkommensschwache Haushalte in der Stadt Zürich erhalten in diesem Jahr keine Energiekostenzulage. Die Preissteigerung von Gas, Öl und Holz war nicht hoch genug.
Der Zürcher Stadtrat kann Energiekostenzulagen ausrichten, wenn für den jeweiligen Energieträger die Kostensteigerung im Vergleich zu dessen tiefsten Preis in einer der drei vorangegangenen Heizperioden mindestens 30 Prozent beträgt.
Diese Voraussetzungen sind 2025 aber nicht erfüllt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Deshalb könne sie keine Energiekostenzulage ausrichten. Konkret beträgt die berechnete Preissteigerung laut Medienmitteilung bei Gas 20 Prozent, bei Öl 13 Prozent und bei Holz 22 Prozent.
Das Instrument bleibt bestehen
Obwohl nun keine Energiekostenzulagen ausbezahlt würden, bleibe das Instrument grundsätzlich bestehen, heisst es weiter. Auch in Zukunft wird die Preissteigerung jährlich geprüft.
Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre zeigten, dass die Energiekostenzulage ein «wertvolles Instrument» für Haushalte mit geringen finanziellen Mitteln darstellte, schreibt die Stadt weiter.
Das System erwies sich als «flexibel und effektiv», um die Mehrkosten bei Heiz- und Nebenkostenabrechnungen zu kompensieren und den Anstieg der Lebenshaltungskosten zu reduzieren.
Die Energiekostenzulage soll von Personen beansprucht werden können, die individuelle Prämienverbilligung für die Krankenkasse erhalten, falls ihre gestiegenen Heizkosten nicht bereits durch Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen gedeckt wurden. Ein Jahr zuvor gab die Stadt Zürich dafür 13 Millionen Franken aus. Rund 40'000 Personen in 17'000 Haushalten erhielten einen solchen Zustupf.