Tourismus-Verband beklagt zusätzliche Erschwernisse in Corona-Zeit
Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) bedauert das Ja des Schweizer Stimmvolkes zur Volksinitiative für ein Verhüllungsverbot.
Die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon stark leidende Branche könne nicht noch zusätzliche Erschwernisse brauchen, sagte STV-Direktorin Barbara Gisi der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Schweiz als offenes Gastland habe auch vollverschleierte Besucherinnen gerne empfangen.
Diese kaufkräftigen Gäste aus den Golfstaaten würden nun wegbrechen. Der STV werde nun über Sensibilisierungen versuchen, trotzdem möglichst viele gesellschaftlich offenere Gäste aus diesen Staaten zu empfangen.
Dass ein Verhüllungsverbot Auswirkungen habe, zeigt laut Gisi das Beispiel des Kantons Tessin. Dort seien seit der Einführung des Verbotes im Jahr 2016 rund 30 Prozent weniger Gäste aus den Golfstaaten gezählt worden. Es sehe für sie schon sehr danach aus, dass dafür das Verbot ausschlaggebend sei.