Verkäufer in Zürcher Resti steckte Zahlungen selbst ein
Ein Kassierer in einem Zürcher Restaurant lässt Kunden Geld mit Twint an sich selbst bezahlen. Das geprellte Unternehmen untersucht den Fall.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Restaurant «Rice Up» hat ein Kassierer das Geld von Kunden selbst eingesteckt.
- Er liess über Twint auf sein eigenes Konto bezahlen.
- Eines der Betrugs-Opfer wehrt sich, nicht er, sondern das Restaurant sei geprellt worden.
Bar, mit Karte oder mit Twint: Das sind die gängigen Zahlmethoden in der Schweiz. Doch mit Letzterer können die Kassierer auch betrügen. Dies zeigt ein Fall, den ein Kunde des Restaurants «Rice Up» in Zürich-Oerlikon auf X, vormals Twitter, schildert.
Er wollte nach dem Mittagessen bezahlen, als ihm der Kassierer gesagt habe, die Kartenzahlung funktioniere nicht. Bezahlen könne er mit Twint. Der Kunde gab sein Handy dem Kassierer, der den Betrag auf eine Nummer schickte. Erst später fiel ihm auf, dass es sich dabei um eine private Handynummer gehandelt hat.

Die Geschäftsleitung des Restaurants bestätigt dem Twitter-User, dass ein Betrug vorliege. Der Verkäufer habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt und somit den Betrieb um die Einnahmen geprellt. Wie er gegenüber «Blick» sagt, habe der Kassierer dieselbe Masche auch bei anderen Kunden angewendet.
Das Unternehmen werde den Sachverhalt prüfen. Die Untersuchung liefe. Bei der Stadtpolizei ist noch keine Anzeige dazu eingegangen.
Auf Twitter wird dem Nutzer Naivität vorgeworfen. Dies könne gut sein, gibt er zu. Er habe aber darauf geachtet, dass der Betrag korrekt sei. «Mir ist hier kein Schaden entstanden, dem Restaurant aber schon.»