90 Prozent der tertiär Ausgebildeten finden angemessene Stelle
Laut Bundesamt für Statistik haben 93 Prozent der Absolventen einer Tertiärausbildung ein Jahr nach dem Abschluss eine Stelle, die ihrer Ausbildung entspricht.
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Das Wichtigste in Kürze
- Das BFS stützt sich dabei auf die eigenen Aussagen der Absolventen des Tertiärbereichs.
- Die meisten Absolventen treten die entsprechende Stelle nach ihrem Studium an.
93 Prozent der Absolventinnen und Absolventen einer Tertiärausbildung haben ein Jahr nach ihrem Abschluss eine Stelle, die ihrer Ausbildung entspricht. Dabei spielen der Zeitpunkt des Stellenantritts und die Anzahl offener Stellen in einer Region mit. Das geht aus einem Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.
Das BFS stützt sich dabei auf die eigenen Aussagen der Absolventen einer Ausbildung des Tertiärbereichs, wie es am Donnerstag mitteilte. Dabei galt eine Stelle als nicht adäquat, wenn sie den fachlichen Qualifikationen nicht entsprach.
Der Anteil von inadäquat erwerbstätigen Diplomierten des Tertiärbereichs bewegte sich den Erkenntnissen des BFS gemäss zwischen einem Prozent bei den Absolventen einer pädagogischen Hochschule und zehn Prozent bei Diplomierten mit eidgenössischem Fachausweis.
Mehrheitlich nach Abschluss des Studiums
Hochschulabsolventinnen und -absolventen nehmen die Erwerbstätigkeit, welche sie ein Jahr nach dem Abschluss ausüben, mehrheitlich nach Abschluss des Studiums auf. Fünf Prozent der Master einer Universität und zehn Prozent der Bachelor einer Fachhochschule sind seit über drei Jahren in ihrem Beruf und damit während des Studiums erwerbstätig.
Diese Gruppe weist ein um zehn Prozent höheres Risiko auf, auf einer inadäquaten Stelle zu landen, als jene, welche die Berufstätigkeit erst nach dem Abschluss aufnahmen oder die Stelle wechselten.
Für Absolventen einer höheren Berufsbildung ist der Unternehmenseintritt vor dem Abschluss mit keinem höheren Risiko einer inadäquaten Stelle verbunden. Die höhere Berufsbildung erfolgt oft parallel zu einer Berufstätigkeit und ist mit dieser eng verbunden.
Ein regionaler Arbeitsmarkt mit vielen offenen Stellen vermindert im weiteren das Risiko einer inadäquaten Beschäftigung nach dem Abschluss. Ein um einen Prozentpunkt höherer Anteil offener Stellen reduziert das Risiko für eine inadäquate Erwerbstätigkeit um drei Prozentpunkte.