Goldpreis erreicht Rekordhoch – Experten warnen
Der Goldpreis hat mit über 3000 US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Experten warnen vor den langfristigen Risiken dieser Entwicklung.

Der Goldpreis hat einen historischen Meilenstein erreicht und die Marke von 3000 US-Dollar (rund 2650 Franken) pro Feinunze überschritten. Dieser Rekordwert markiert den vorläufigen Höhepunkt einer fast zweijährigen Rallye
Bei dieser hat sich der Goldpreis nahezu verdoppelt hat. Doch Experten warnen: Der steile Anstieg ist kein Grund zur Freude, sondern Ausdruck wachsender globaler Unsicherheiten.
Ursachen für den Goldpreisanstieg
Die Gründe für den Höhenflug des Goldpreises sind vielschichtig. Der Rallye zugrunde liege ein Gefühl der Angst, berichtet «T-Online».

Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten treiben Anleger verstärkt in den sicheren Hafen Gold.
Wirtschaftliche Indikatoren verschlechtern sich
Ein wesentlicher Faktor ist die US-Wirtschaftspolitik. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte neue Runde von Zöllen ab dem 2. April sorgt für Nervosität an den Märkten.
An den Kapitalmärkten kursiere laut «T-Online» bereits der Begriff «Trumpcession». Eine vom Präsidenten ausgelöste Rezession.
Notenbanken als Goldkäufer
Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Abkühlung in den USA mehren sich: Der US-Dollar verliert an Wert, die Einzelhandelsumsätze gehen zurück und die Arbeitslosenquote steigt.
Ein weiterer Treiber des Goldpreises sind die Zentralbanken. Insbesondere die Notenbanken der Türkei und Chinas treten als starke Käufer auf.
Ausblick: Fortsetzung der Goldrallye?
Trotz des erreichten Rekordniveaus sehen einige Analysten weiteres Aufwärtspotenzial für den Goldpreis. Der Weg in Richtung 3500 US-Dollar (rund 3092 Frankenk) ist laut «wallstreet online» frei.

Als Gründe werden die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die Erwartung sinkender US-Zinsen genannt.
Steigende ETF-Nachfrage treibt Goldpreis an
Auch die steigende Nachfrage von ETF-Investoren stützt laut «wallstreet online» den Goldpreis. Die Gemengelage treibt immer mehr Investoren in physisch besicherte Gold-ETF.
Der weltgrösste Gold-ETF, SPDR Gold Shares, verzeichnete allein seit Anfang Februar einen Anstieg seiner Goldbestände von 860 auf 931 Tonnen.
Warnung vor Überhitzung
Trotz der positiven Aussichten mahnen Experten zur Vorsicht. Der starke Preisanstieg spiegele vor allem die wachsenden Sorgen der Anleger wider.