Weleda erwägt Produktionsmöglichkeiten in den USA

Samantha Reimer
Samantha Reimer

Muttenz,

Der Naturkosmetikhersteller Weleda erwägt eine Produktion in den USA, um Trumps Strafzöllen zu entgehen und neue Wachstumschancen zu nutzen.

Weleda
Der Hauptsitz von Weleda im Baselbieter Arlesheim. - Keystone

Weleda plant angesichts der angedrohten US-Zölle auf europäische Produkte eine Expansion in die USA. Laut Tina Müller, CEO von Weleda, wird geprüft, ob Produkte lediglich abgefüllt oder komplett vor Ort produziert werden sollen.

Diese Überlegungen sind Teil der Internationalisierungsstrategie des Unternehmens, das auf ein Rekordjahr zurückblickt und sich zunehmend auf jüngere Zielgruppen fokussiert.

«Spiegel» berichtet, dass die Zollpolitik von Donald Trump europäische Unternehmen zu solchen Schritten zwingt.

Erfolgreiches Geschäftsjahr und neue Zielgruppen

Weleda konnte 2024 zudem einen weltweiten Umsatz von 456,2 Millionen Euro (435 Millionen Franken) erzielen. Der Gewinn vor Steuern und Abgaben hat sich laut «Focus» mehr als verdoppelt.

Besonders erfolgreich waren Augenpflegeprodukte mit einem Umsatzwachstum von 32 Prozent. Müller betont, dass Plattformen wie TikTok künftig eine zentrale Rolle spielen werden.

Hast du Produkte von Weleda?

Weleda war beim Start des TikTok-Shops in Deutschland dabei und bewirbt dort Produkte gezielt für die Generation Z und Alpha. Im Herbst bringt das Unternehmen gemeinsam mit Prinzessin Madeleine von Schweden eine neue Produktlinie für Babys, Kinder und Teenager heraus.

Auswirkungen der Zollpolitik und Expansionspläne

Die neuen Strafzölle der USA stellen europäische Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Laut «Deutschlandfunk» könnten deutsche Firmen langfristig gezwungen sein, Produktionen in die USA zu verlagern.

Weleda reagiert darauf mit der Prüfung eines Produktionsstandorts in den Vereinigten Staaten. Ziel ist es, die Zollkosten zu umgehen und gleichzeitig Marktchancen zu nutzen.

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Weleda produziert Arzneien und Kosmetika auf Pflanzenbasis. - DPA

Der Standort Schwäbisch Gmünd soll ebenfalls profitieren: Dort wurde kürzlich ein neues Logistikzentrum eingeweiht, und die Mitarbeiterzahl soll perspektivisch steigen.

Wachstumskurs und ambitionierte Ziele

Unter der Leitung von Tina Müller befindet sich Weleda auf starkem Wachstumskurs. Das Unternehmen plant, den Umsatz bis 2030 zu verdoppeln und setzt dabei auf Innovationen sowie internationale Expansion.

Neben den USA steht auch Asien im Fokus des Unternehmenswachstums. Die Zollpolitik von Donald Trump könnte jedoch langfristige Auswirkungen auf den globalen Handel haben.

Experten warnen vor steigenden Preisen und einer möglichen Einschränkung des Warenangebots in den USA. Dennoch sieht Müller Chancen für Weleda, durch eine lokale Produktion den Herausforderungen zu begegnen.

Kommentare

User #5800 (nicht angemeldet)

Das ist genau, was Trump bezweckt und das wird auch genau so eintreten. Wer das US Geschäft noch machen will, muss vor-Ort produzieren.

User #1629 (nicht angemeldet)

Jeder arbeitet für sich und seine Interessen! Gut so, vielleicht ändert sich dann etwas in der EU.

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