Donald Trump kündigt neue Zölle an: 31 % für die Schweiz
Donald Trump hat 10 Prozent Zölle für fast alle Importe angekündigt. Einfuhren aus der Schweiz werden mit Abgaben von 31 Prozent belegt.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump hat zum «Tag der Befreiung» neue Zölle angekündigt.
- Unter anderem sollen ab Mitternacht Abgaben von 25 Prozent auf alle Autos erhoben werden.
- Der US-Präsident verspricht sich dadurch Jobs und Einnahmen.
Seit Wochen bezeichnet Donald Trump den 2. April als «Tag der Befreiung». Er hat die Ankündigung weiterer Zölle angekündigt. Unzählige Gäste und Medienschaffende wurden dafür in den Rosengarten des Weissen Hauses eingeladen.
«Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen», sagte Trump. Dies sei einer der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das «goldene Zeitalter» der USA komme zurück.
Und dann liess der US-Präsident die Bombe platzen: Er wird ein System «wechselseitige Zölle» für «Länder auf der ganzen Welt», für Freund und Feind einführen. Auf alle Importe fallen so Zölle von 10 Prozent an. Für viele Länder gelten zusätzliche Strafzölle.
BREAKING: Trump just brought out a chart announcing tariffs by country: pic.twitter.com/DqIaORhxrT
— Quiver Quantitative (@QuiverQuant) April 2, 2025
Dafür hat das Team von Trump die Kosten von Zöllen, nichttarifären Handelshemmnissen und Währungsmanipulationen berechnet. Die USA werden nun die Hälfte davon als Strafzölle für Importe aus dem betroffenen Land verlangen. Der US-Präsident zeigt eine entsprechende Tafel.
Darauf steht, dass die Schweiz 61 Prozent Zölle auf Importe aus den USA verlangen. Trump wird deshalb Abgaben von 31 Prozent auf Importe aus der Schweiz verlangen. Für die EU fallen Strafzölle von 20 Prozent an, «Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen, es ist so erbärmlich», sagte der Republikaner mit Blick auf die Europäer.
Trump lässt Hintertüre offen
In seiner Rede lässt Donald Trump eine Hintertüre offen. Er erwarte, dass die Länder sehr bald bei ihm anklopfen und um eine Senkung bitten würden. Er werde ihnen dann sagen, sie müssten die Zölle senken, die nichttarifären Handelshemmnisse aufheben, die Währungen nicht mehr manipulieren.
«Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde. Als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert ha. Und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen», sagte Trump.
«Jahrzehntelang wurde unser Land geplündert, gebrandschatzt, vergewaltigt und ausgeplündert, von nahen und fernen Nationen, von Freunden und Feinden gleichermassen.» Dies sei nun vorbei. Trump sprach von einem der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das «goldene Zeitalter» der USA komme zurück.
Das will Donald Trump mit Zöllen erreichen
Donald Trump sieht in den Zöllen einen Weg, um die heimische Produktion anzukurbeln und Jobs zu generieren. Experten warnen hingegen, dass es zu höheren Preisen führen wird, die die Unternehmen auf die Konsumenten abwälzen wird.
Der US-Präsident will mit den Zöllen auch gegen aus seiner Sicht unfaire Handelspraktiken und Handelsdefizite vorgehen. Zudem soll Druck vor allem auf die Nachbarländer Kanada und Mexiko ausgeübt werden. So will Trump damit die illegale Migration und den Fluss von Fentanyl einschränken.
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