CVP nominiert Heidi Z'graggen für Urner Ständeratssitz

Keystone-SDA Regional
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Uri,

Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen nimmt nach 2010 einen zweiten Anlauf: Die CVP Uri hat sie am Mittwochabend in Altdorf als Kandidatin für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober nominiert

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Symbolbild - Gemeinde Sempach

Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen nimmt nach 2010 einen zweiten Anlauf: Die CVP Uri hat sie am Mittwochabend in Altdorf als Kandidatin für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober nominiert. Die 178 Stimmberechtigten am Parteitag sprachen sich einstimmig für Z'graggen aus, wie CVP-Parteipräsident Flavio Gisler auf Anfrage sagte. Die 53-Jährige hatte bereits 2010 für das Amt kandidiert, damals aber gegen ihren Regierungskollegen, den parteilosen Finanzdirektor Markus Stadler, den Kürzeren gezogen. Die Urner Justizdirektorin soll nun die Nachfolge von CVP-Ständerat Isidor Baumann antreten, der auf eine Wiederwahl verzichtet. Ihre Wahl scheint Formsache, FDP-Ständerat Josef Dittli tritt erneut an, SP und SVP erheben keinen Anspruch auf den freiwerdenden Sitz. Z'graggen dürfte somit die erste Urner Ständerätin überhaupt werden. Sie wurde 2004 in den Regierungsrat gewählt und bringt laut ihrer Partei entsprechend grosse politische Erfahrung mit. Die Politikwissenschaftlerin und letztjährige Bundesratskandidatin sei auf nationaler Ebene bereits bestens vernetzt.

Stadler für Nationalrat nominiert

Mehr Spannung verspricht im Kanton Uri der Kampf um den einzigen Nationalratssitz. Die CVP setzt dabei auf Landrat Simon Stadler. Der 31-Jährige ist seit 2012 Mitglied des Kantonsparlaments. Zudem ist er Präsident der CVP Altdorf. Der gelernte Maurer arbeitet heute als Primarlehrer. Er setzte sich in der parteiinternen Ausmarchung am Mittwochabend gegen die ehemalige Landrätin Patrizia Danioth Halter durch mit 97 zu 81 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 90 Stimmen. Beide Bewerber hätten gut mobilisiert, sagte Gisler. Mit Stadler setze die Partei auf einen Vertreter der jungen Generation. Er sei bekannt als erfolgreicher Legislativpolitiker und vernetzt in den Vereinen. Die Nationalratswahl dürfte laut Gisler eine Mobilisierungswahl werden. Der Urner Nationalratssitz wird frei, weil SVP-Nationalrat Beat Arnold aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Seine Partei will das Mandat mit Pascal Blöchlinger verteidigen, die SP tritt mit dem Altdorfer Gemeinderat Urs Kälin an, die FDP hat Kantonsrat Matthias Steinegger nominiert.

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