Klimaaktivisten: Rechnung für Gotthard-Autobahn-Blockade ist da
Nach Blockaden der Gotthard-Autobahn wurden Klimaaktivisten verurteilt. Die Aktion führte zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Klimaaktivisten der Gruppe Act Now blockierten mehrfach die Gotthard-Autobahn.
- Nun wurden die Beteiligten verurteilt.
Die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Act Now wählen gezielt Feiertage wie Ostern und Pfingsten für ihre Protestaktionen.
An Ostern 2023 blockierten sie die A2 bei Wassen UR. Dadurch wurde der Verkehr für rund 50 Minuten komplett gestoppt, bevor die Polizei die Sitzblockade auflöste.
Im Rahmen der Kampagne «Liberate Switzerland» klebten sich einige Aktivistinnen und Aktivisten während Auffahrt 2024 auf den Fahrbelag der Autobahn. Diese Aktion wurde nach 15 Minuten von der Polizei beendet.
Eine ähnliche Blockade dauerte an Pfingsten in Wassen UR lediglich zehn Minuten an.
Rechtliche Konsequenzen für Aktivisten
Die Blockaden führten laut dem «Bote der Urschweiz» zu rechtlichen Folgen für die Beteiligten. Drei Aktivistinnen und Aktivisten wurden wegen Nötigung und anderer Delikte angezeigt.

Eine Aktivistin erhielt eine bedingte Geldstrafe von 1200 Franken sowie eine Busse von 300 Franken. Zusätzlich wurden ihr Verfahrenskosten von knapp 2200 Franken auferlegt, was zu einem Eintrag im Strafregister führte.
Das Strafmass für die beiden anderen Aktivistinnen und Aktivisten fiel ähnlich aus.
Sieben weitere kamen mit Ordnungsbussen von 20 Franken davon, wie der «Bote der Urschweiz» schreibt.
Keine Blockaden der Gotthard-Autobahn geplant
Act Now zeigte sich zufrieden mit der medialen Aufmerksamkeit, die durch die Aktionen erzeugt wurde. Die Gruppe betonte, dass sie mit den Protesten auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinweisen wollte.
Momentan sind ähnliche Blockaden auf der Gotthard-Autobahn nicht geplant.