Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle «Murus Gallicus»

Kanton Basel-Stadt
Kanton Basel-Stadt

Basel,

LOST Architekten aus Basel und Studio MC aus Darmstadt gewinnen den Wettbewerb für die Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle.

Siegerprojekt „ORBIS ALIUS“:
Siegerprojekt «ORBIS ALIUS»: Drei Baukörper nehmen entweder die Höhe oder den Verlauf der früheren «Murus Gallicus» auf. Der Dritte verbirgt sich hinter dem Baukörper links (hinter dem Eingangsportal). - Kanton Basel-Stadt

Vor etwas mehr als 2000 Jahren entstand auf dem Münsterhügel ein neues spätkeltisches Siedlungszentrum. Es wurde mit einem circa sechs Meter hohen Wall und einem breiten Graben befestigt – einem «Murus Gallicus».

Neben dem Schulhaus Rittergasse, das nach langjähriger Nutzung als Bürogebäude der Verwaltung im Mai seine ursprüngliche Funktion als Schule wieder übernommen hat, liegen im Untergrund Überreste des keltischen Walls. Es handelt sich um archäologische Funde von nationaler Bedeutung.

Diese neue Kombination von Archäologischer Informationsstelle und Nutzung des Areals als Pausenplatz erfordert eine neue Konzeption der Informationsstelle. Deshalb wurden zehn Planerteams eingeladen, um ein neues Miteinander zu konzipieren und eine zeitgemässe Informationsvermittlung für die Fundstelle aufzuzeigen.

Im Anschluss an den Wettbewerb startet die konkrete Planung des Projekts

Eine Jury mit externen Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Kantons unter dem Vorsitz des Hochbauamts hat von sieben eingereichten Vorschlägen einstimmig das Projekt «ORBIS ALIUS» vom Team LOST Architekten GmbH, Basel und Studio MC, Darmstadt (Szenografie) als Sieger erkoren und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Im Anschluss an den Wettbewerb startet die konkrete Planung des Projekts. Es ist vorgesehen, dass der Regierungsrat im kommenden Jahr über den Ratschlag zur Ausgabenbewilligung zuhanden des Grossen Rats entscheidet.

Das Siegerprojekt überzeugt mit einem unterirdischen Besucherraum auf der Ebene der Ausgrabungen. Ohne grosse technische Installation können die archäologischen Befunde atmosphärisch inszeniert, erklärt und aus unmittelbarer Nähe betrachtet werden.

Oberirdisch zeigen drei Baukörper entweder die Höhe oder den Verlauf der damaligen Verteidigungsmauer, ohne den Pausenhof stark zu tangieren. Grosse Glasscheiben erlauben Passantinnen und Passanten sowie Schulkindern die Einsicht auf die Fundstellen.

Die unterschiedlichen Besucherinnen und Besucher, von zufälligen Passanten und Touristen bis hin zu interessierten Gruppen, sind berücksichtigt und werden klar getrennt, Führungen können mit diesem Angebot attraktiv gestaltet werden. Die Archäologische Informationsstelle «Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall» ist der Ausgangspunkt des Archäologischen Rundgangs «3000 Jahre Münsterhügel».

Der Besucherraum wird für die Öffentlichkeit täglich von 8 bis 18 Uhr frei zugänglich sein, auch in den Schulferien sowie an Sonn- und Feiertagen.

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