Bern: Gemeinderat beantragt Kredite für Basisstufen Burgernziel
Wie die Stadt Bern mitteilt, wurde für Basisstufen Burgernziel ein Investitionskredit und ein Verpflichtungskredit für die Miete über 25 Jahre beantragt.

Dem Schulkreis Kirchenfeld-Schosshalde fehlt dringend benötigter Schulraum. Mehrere Schulbauprojekte sind durch Einsprachen blockiert und können erst verspätet realisiert werden. Durch die im Burgernziel entstehende neue Überbauung «bärn ost» verschärft sich die Situation zusätzlich.
Im Sommer 2016 stimmte der Gemeinderat der Vergabe des ehemaligen Tramdepots im Baurecht an die Bietergemeinschaft, bestehend aus der Gebäudeversicherung Bern (GVB) und der Wohnbaugenossenschaft Acht (wbg8) zu.
Als Beitrag zur Verbesserung der Schulraumsituation verpflichtete sich die Baurechtsnehmerin, in der Überbauung Schulräume für zwei Basisstufen-Klassen inklusive zugehörigem Aussenraum zu erstellen.
Erstes Ganztagesangebot im Schulkreis
Die Räumlichkeiten für die Basisstufen liegen im Schulstandort Manuel. Sie werden in erster Linie die Schüler des Zyklus eins (vier bis acht Jahre) aus dem Burgernziel aufnehmen. Dank der verkehrsgünstigen Lage und dem Raumkonzept kann an diesem Standort jedoch auch ein Ganztagesmodell für die weiteren Schulstandorte des Schulkreises (Laubegg, Kirchenfeld und Altstadt und Schosshalde) angeboten werden.
Heute fehlt eine derartige Unterrichtsform im Schulkreis. In der Ganztagsschule besuchen alle Schüler den Unterricht, die Mittagsbetreuung sowie einen Teil ihrer Freizeit von Montag bis Freitag gemeinsam.
Die neuen Schulräume befinden sich im westlichen Teil des Areals im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Der Aussenraum auf der ruhigen, von der Thunstrasse abgewandten Seite dient als Zugang. Er bietet verschiedene Spielgeräte und einen gedeckten Aussenbereich.
Investitions- und Verpflichtungskredit
Ergänzend zum Grundausbau, welcher mit der jährlichen Miete abgedeckt ist, muss der Ausbau sowie die Erstausstattung der beiden Ganztagesbasisstufen direkt durch die Stadt Bern beschafft und finanziert werden.
Der Gemeinderat beantragt beim Stadtrat hierfür einen Investitionskredit von 690’000 Franken. Der Mietvertrag für die genannten Schulräumlichkeiten sieht eine Mindestmietdauer von 25 Jahren vor und enthält Verlängerungsoptionen von einmal 25 Jahren und einmal 24 Jahren.
Für Miete und Betrieb entstehen jährliche Kosten von 127’500 Franken. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit von 3,19 Millionen Franken über 25 Jahre. Die neuen Basisstufen werden ihren Betrieb im August 2023 aufnehmen.