Wiler-Ersigen in Meisterschaft im Soll, aber bitteres Cup-Aus

Am Samstag gab es den neunten Sieg im zehnten Meisterschaftsspiel beim 8:4 über Waldkirch St. Gallen, am Sonntag folgte dann das bittere Cup-Aus im Viertelfinal mit einem 5:6 gegen Alligator Malans.

SV Wiler Ersigen
Malans, hier mit Buchli, konnten dem Meister im Cup ein Bein stellen. - SV Wiler Ersigen

Der Meister scheitert damit wie im Vorjahr im Viertelfinale in einem Heimspiel (damals GC). Die nach einem packenden Cupfight, in dem am Ende die Doppelschläge eine entscheidende Rolle spielen sollten.

Der Auftakt ins Spiel verlief noch den Erwartungen gemäss. Das Heimteam liess den Ball laufen, Malans beschränkte sich darauf in der Defense gut zu stehen.

Als dann wie aus dem Nichts das 1:0 durch einen waschechten Sonntagsschuss und nur 12 Sekunden später das 0:2 nach einem blitzsauberen Konter fiel, wirkte der SVWE ziemlich geschockt. Er brachte  vor allem offensiv nur wenig zusammen, die Partie ging ohne Zählbares in die erste Pause.

Irgendein Knotenlöser wurde gesucht und gefunden durch ein Backhand-Traumtor von Junior Sikora (22.). Nun kam der Meister in Fahrt, erdrückte die Malanser in deren Defensivzone und konnten Tor um Tor erzielen.

Frühes Anschlusstor

Nach 40 Minuten stand es 4:2, eher zu knapp gemessen den Chancen. Erwartungsgemäss reduzierten die Gästen zu Beginn des Schlussabschnittes auf zwei Linien, während das Heimteam auf drei Linien blieb.

Ausgerechnet der dritte SVWE-Block kassierte dann aber das frühe Anschlusstor. Damit hatte auch diese Formation Feierabend, Malans war aber wieder voll im Spiel und glich nach 51. Minuten nach einem Freistoss und schlecht sortierter SVWE-Defense zum 4:4 aus.

Das Spiel konnten von Neuem beginnen. Als Malans dann eine Powerplay-Chance zugesprochen erhielt, folgte der zweite, entscheidende Doppelschlag des Abends.

Erst traf Nylund kurz vor Ablauf der Strafe zum 4:5 und nur 18 Sekunden später gelang Hartmann das 4:6. Zwar stemmte sich Wiler gegen die Niederlage und kam ebenfalls in Überzahl dank dem dritten Treffer von Pylsy noch zum Anschlusstreffe (56.), doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. 

Nächstes Saisonziel in Tschechien

Es fehlten an diesem Abend die individuellen Abschlussqualitäten beim Meister: Die Absenzen der Skorer Känzig und Dudovic machten sich in diesbezüglich bemerkbar.

Somit endet die Cup-Reise in diesem Jahr noch vor Weihnachten. Immerhin hat sich der Meister ein Terminproblem erspart, wäre der Halbfinal doch exakt auf das Champions Cup-Weekend gefallen. 

So wird nun das Turnier in Tschechien das nächste Saisonziel sein. Den Supercup gewonnen, den Cup vergeigt, wie geht es wohl weiter?

Zwischenspurt im Mitteldrittel genügte

13 starke Minuten mit vier Toren im Mitteldrittel reichten dem SVWE tags zuvor, um in der Meisterschaft im zehnten Spiel den neunten Sieg einzufahren. Die Leistung beim 8:4-Sieg über WaSa war am Ende ebenso überschaubar wie der Kräfteverschleiss, was hinsichtlich des sonntäglichen Cupviertelfinalspiels gegen Alligator Malans nicht unwichtig schien, am Ende aber nichts nützen sollte.

Die Erfahrung zeigt, dass es nicht leicht ist nach einer dreiwöchigen Meisterschaftspause einfach in eine Partie rein zu finden. Wenn dann noch zwei Spiele am Weekend anstehen und jenes am Sonntag von der Bedeutung her höher zu gewichten ist, dann kommt zum fehlenden Rhythmus auch noch die mentale Herausforderung.

So war der Start in die Partie für den Meister denn auch nicht einfach, zumal der Gegner von Beginn weg aggressiv und druckvoll agierte und zeigte, weshalb die Ostschweizer schon so manchem Gegner das Leben schwer gemacht haben. Dass der SVWE nach 13 Minuten trotzdem 2:0 führte war einer beeindruckenden Effizienz zuzuschreiben, die den Gästen in der Startphase, als es mehrmals lichterloh vor Flury brannte, abging.

Doch mit einem Powerplaytor und einem Konter nach einem der seltenen Ballverluste Väänänens (allerdings stark foulverdächtig) holte WaSa das noch im ersten Drittel nach und glich nicht unverdient zum 2:2 aus. Ab dem Mitteldrittel steigerte sich dann das Heimteam merklich, reduzierte erst die Fehlerquote und agierte dann auch in der Offensive viel präziser und druckvoller.

Im Gegenzug zollten die Gäste ihrem Anfangstempo zunehmend Tribut.

Cup-Viertelfinal: SV Wiler-Ersigen - UHC Alligator Malans 5:6 (0:2, 4:0, 1:4)

Sportanlage Grossmatt, Kirchberg. 451 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 5. J. Schnell 0:1. 5. K. Nylund (R. Buchli) 0:2. 22. R. Sikora (N. Bischofberger) 1:2. 23. N. Mutter (P. Affolter) 2:2. 30. J. Pylsy 3:2. 40. J. Pylsy (M. Louis) 4:2. 43. J. Nurmela (J. Schnell) 4:3. 51. J. Schnell (J. Nurmela) 4:4. 55. K. Nylund (J. Nurmela) 4:5. 55. D. Hartmann (R. Buchli) 4:6. 56. J. Pylsy (T. Väänänen) 5:6.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Känzig und Dudovic (verletzt).

SV Wiler-Ersigen - Waldkirch-St. Gallen 8:4 (2:2, 4:0, 2:2)

Sportanlage Grossmatt, 611 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 3. C. Mutter (R. Sikora) 1:0. 13. M. Louis (J. Pylsy) 2:0. 18. J. Alder (C. Eschbach) 2:1. 19. R. Mittelholzer (M. Schiess) 2:2. 27. R. Sikora (T. Väänänen) 3:2. 32. M. Hofbauer (J. Pylsy) 4:2. 34. M. Rentsch (T. Väänänen) 5:2. 40. M. Hofbauer (M. Louis) 6:2. 45. L. Moser (L) (Eigentor) 7:2. 54. N. Jordan (M. Schiess) 7:3. 56. K. Savonen (J. Bürki) 8:3. 59. M. Schiess (T. von Pritzbuer) 8:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

Bemerkungen: Wiler mit Flury im Tor, ohne Dudovic (angeschlagen), Känzig ab Min. 31 für Sikora.

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