Gemeinderat Mönchaltorf hat Finanzplan 2023 bis 2027 genehmigt

Wie die Gemeinde Mönchaltorf meldet, umfasst der genehmigte Finanzplan 2023 bis 2027 finanzielle Ziele, das Budget und Investitionsplanungen der Gemeinde.

Das Gemeindehaus Mönchaltorf.
Das Gemeindehaus Mönchaltorf. - Nau.ch / Manuel Walser

Der Finanzplan für die Planungsperiode 2023 bis 2027 liegt vor und wurde durch den Gemeinderat Mönchaltorf genehmigt.

Der Finanzplan berücksichtigt die finanzpolitischen Zielsetzungen des Gemeinderates sowie das Budget 2024 und die Investitionsplanung 2023 bis 2027.

Die Planung ist unter Mitwirkung des Finanzausschusses und unter Beizug des externen Finanzberatungsbüros erarbeitet worden.

Rückblick auf die vergangenen Jahre 2018 bis 2022

Nach mehreren Jahren mit sehr hohen Ertragsüberschüssen – hauptsächlich aufgrund von Sondereffekten wie Grundstückgewinnsteuern oder Marktwertanpassungen im Finanzvermögen – resultierte im Jahr 2022 erstmals wieder ein (geringfügiger) Aufwandüberschuss.

Nebst dem Wegfall von Sondereffekten sind vor allem gestiegene Aufwendungen sowie eine Wertberichtigung der Beteiligung am Spital Uster dafür verantwortlich.

Für die vergangenen fünf Jahre steht den eher tiefen Nettoinvestitionen im Steuerhaushalt von 5,4 Millionen Franken eine Selbstfinanzierung von 23,4 Millionen Franken gegenüber, was einem sehr hohen Selbstfinanzierungsgrad von 431 Prozent entspricht.

Unter Berücksichtigung der Nettoinvestitionen im Finanzvermögen (0,9 Millionen Franken) resultierte ein Haushaltüberschuss von 17 Millionen Franken.

Solide Finanzen und Steuersenkung im Jahr 2022

Das Nettovermögen im Steuerhaushalt hat entsprechend zugenommen und beträgt per Ende Jahr 2022 vergleichsweise sehr hohe 22,8 Millionen Franken.

Der Steuerfuss blieb seit dem Jahr 2016 bei 111 Prozent stabil und wurde auf das Steuerjahr 2023 auf 108 Prozent gesenkt.

Verglichen mit anderen Gemeinden wird für das Referenzjahr 2022 ein überdurchschnittlich hoher Aufwand für allgemeine Dienste, planmässige Abschreibungen, Gemeindestrassen und Pflegefinanzierung Spitex ausgewiesen.

Finanzplanung 2023 bis 2027: Das Wichtigste in Kürze

Die Weltwirtschaft übertraf zum Ende des Jahres 2022 die Erwartungen.

Dank des milden Winters und staatlicher Interventionen wird die Weltwirtschaft auch im laufenden Jahr weniger stark von der befürchteten Energiekrise betroffen sein als bisher angenommen.

Die Schweizer Konjunktur und der Arbeitsmarkt entwickelten sich im vergangenen Jahr sehr gut. Für das laufende Jahr wird eine konjunkturelle Erholung in ganz Europa erwartet.

Allerdings wirken die noch nicht ausgestandene Energiekrise und die geldpolitische Straffung weiterhin dämpfend auf die Konjunkturentwicklung.

Ertragssteigerung und Investitionen

Es wird von einem Anstieg der Erträge ausgegangen. Belastend wirken die höhere Teuerung sowie die gestiegenen Zinsen.

Mit total 24,2 Millionen Franken ist ein vergleichsweise hohes Investitionsvolumen vorgesehen (vor allem Neubau Gemeindehaus mit separatem Wohngebäude für altersgerechtes Wohnen, Asylunterkunft, Kläranlage, Infrastruktur et cetera).

In der Erfolgsrechnung werden mittelfristig jährliche Ertragsüberschüsse von circa 0,4 Millionen Franken erwartet.

Mit einer Selbstfinanzierung von insgesamt 7,6 Millionen Franken resultiert im Steuerhaushalt ein Haushaltdefizit von 8,4 Millionen Franken.

Stabilität des Steuerfusses

Die verzinslichen Schulden dürften um 13 Millionen Franken zunehmen, weil auch die Gebührenhaushalte mit einem Finanzierungsfehlbetrag rechnen.

Das Nettovermögen wird reduziert und liegt am Ende der Planung noch bei 13,1 Millionen Franken (Steuerhaushalt), was nahe beim Zielwert liegt.

Unter diesen Voraussetzungen wird mit einem stabilen Steuerfuss gerechnet.

Ausblick auf Tariferhöhungen und Haushaltsrisiken

Bei den Gebührenhaushalten zeichnet sich im Abwasser auf das Jahr 2024 und später auch beim Wasser aufgrund der hohen Investitionstätigkeit mit zunehmender Verschuldung und Defiziten eine Tariferhöhung ab.

Beim Abfall sind stabile beziehungsweise tendenziell sinkende Tarife zu erwarten.

Die grössten Haushaltsrisiken sind bei der konjunkturellen Entwicklung (Steuern und Finanzausgleich, Inflation und Zinsen), tieferen Grundstückgewinnsteuern, stärkeren Aufwandzunahmen oder ungünstigen gesetzlichen Veränderungen auszumachen.

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