GC Amicitia: Überzeugender Auswärtssieg beim TV Endingen
Die Hoppers gewinnen auswärts beim TV Endingen 33:27 (20:16).

Die Hoppers gewinnen auswärts beim TV Endingen 33:27 (20:16). Nach einer torreichen ersten Halbzeit wird GC im zweiten Umgang hinten stabiler, baut Vorsprung zwischenzeitlich auf 11 Treffer aus und bringt den Sieg letztlich sicher heim. Damit verkürzen die Zürcher im Rennen um den achten Playoff-Platz den Rückstand auf den RTV 1879 Basel auf 3 Punkte.
Die Vorgabe war klar: Der Zweitletzte, GC Amicitia Zürich muss beim Letzten, dem TV Endingen, siegen. Einerseits, um den Abstand auf die Surbtaler etwas komfortabler zu machen. Zudem dürfte GC Amicitia Zürich damit weiter mit dem achten Rang und damit dem Playoff-Platz liebäugeln.
Trotzdem wollte Trainer Petr Hrachovec vor der Partie nicht über die spannende Ausgangslage sprechen: «Wir schauen weder nach unten noch nach oben, sondern nur auf uns und fokussieren uns voll auf das Spiel.» Beide Teams gingen von Beginn an «All-in» und lieferten in der jeweiligen Offensive zuverlässig. Endingen konnte nach fünf Minuten zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung gehen (Justin Larouche zum 4:2), danach kam aber die GC-Offensive und Kreativ-Leader Paul Kaletsch so richtig in Fahrt. Der deutsche Topscorer konnte bis zur Pause immer wieder sehenswert abschliessen und wies mit 5/5 eine makellose Bilanz auf.
Die Hoppers holten den Rückstand in kurzer Zeit auf - teilweise in Unterzahl. Und gingen nach knapp 18 Minuten durch Flügel Jost Brücker selber mit doppeltem Polster in Führung. Dieses sollte die Wende in dieser bis dahin engagiert geführten Partie markieren: Näher solle GC Amicitia Zürich seinen Gastgeber nämlich für den Rest der Partie nicht mehr ranlassen.
Obwohl hinten die Deckungsleistung weiter nicht zufriedenstellend war – Trainer Hrachovec nahm wenige Minuten vor der Pause noch sein Time-Out und stauchte seine Spieler gut hörbar zusammen – bauten die Zürcher ihren Vorsprung auf ein scheinbar komfortables 20:16 aus. Dass das in Endingen aber noch keinen sicheren Sieg bedeutet, wussten sie aber auch.
Schliesslich hatte man einen sicher geglaubten Auswärtssieg im ersten Aufeinandertreffen im Herbst noch aus der Hand gegeben (9 Tore Vorsprung zur Pause). Die Erinnerung schien noch in den Köpfen zu sein, GC Amicitia tat von Anfang der zweiten Hälfte an alles, um diesen Sieg in trockene Tücher zu bringen. Gleich drei Tore ohne Gegentreffer verstärkten das Führungspolster weiter. Endingen stellte daraufhin vorübergehend auf eine aggressive 4-2-Deckung um, die Massnahme fruchtete aber nicht. Im Gegenteil, die Hoppers setzten sich in den nächsten 10 Minuten mit einer 30:19-Führung deutlich ab. Besonders Martin Popovski und Simon Schild übernahmen offensiv viel Verantwortung und kamen bis Spielschluss auf starke 7/8 bzw. 6/10 Tore.
Die Luft schien bei den Gastgebern damit etwas draussen. Die Hoppers liessen nun wieder etwas mehr zu, besonders die Einwechslung von Milomir Radovanovic brachte den Endingern noch einmal etwas Schwung. Letztlich spielte Zürich die Partie diesmal aber sicher zu Ende und brachte sich mit dem 33:27-Sieg wieder in Stellung, den achten Playoff-Platz des RTV Basel anzugreifen.
Dass die Basler ihrerseits die Heimpartie gegen den BSV Bern mit 20:25 verloren, dürfte selbst Petr Hrachovec zu einem flüchtigen Blick auf die Tabelle verlockt haben. Schliesslich kann sein Team mit drei Punkten Rückstand und einem ausstehenden Direktduell kann das Rennen noch einmal spannend machen. Am 10. April steht mit dem Heimspiel gegen Wacker Thun allerdings ein starker Gegner auf dem Programm. Die Berner Oberländer konnten den Kadetten Schaffhausen dieses Wochenende auswärts ein 31:31-Unentschieden abringen.