Meghan Markle und Harry: Briten-Boulevard beleidigt nach Boykott
Das Wichtigste in Kürze
- Harry und Meghan wollen mit der britischen Boulevardpresse nichts mehr zu tun haben.
- Diese reagiert auf den Boykott empört und beleidigt.
- Ihre Kolumnisten feuern nun scharf gegen die Sussex' zurück.
Die Worte sind unmissverständlich: Prinz Harry (35) und Meghan Markle (38) wollen mit der britischen Boulevardpresse nichts mehr zu tun haben.
In einem Brief werfen die zwei der Yellow Press vor, «anzügliches Geschwätz» auf Grundlage von Unwahrheiten zu verbreiten. Fortan wollen die Sussex' die «Daily Mail», die «Sun», den «Mirror» und den «Express» boykottieren.
Ungünstiger Zeitpunkt
Die britische Boulevardpresse reagiert empört – und beleidigt. Einer der Kritikpunkte: Zensur. Hinzu wird ihnen angekreidet, das Schreiben am Vorabend des Geburtstages der Queen (94) veröffentlicht zu haben. Oder inmitten der Corona-Krise.
Royal-Expertin Sarah Vine lässt ihrem Frust in der «Daily Mail» freien Lauf. Sie schreibt: «Liebe Meghan und Harry, macht euch keine Gedanken um uns. Weil wir machen uns wirklich keine über euch.»
Daily Mail: Briten haben Anrecht auf ihr Privatleben
Darunter folgen mehrere Tausend Zeichen, in denen sie ihr Gejammer mit einer frechen, ironischen Art ins Lächerliche zieht. Beispiel gefällig?
Die ständige Sorge, dass sich einer dieser ungeschickten, vom britischen Steuerzahler finanzierten Bodyguards an ihrem Take-away-Kaffee verbrühen könne. «Dies, während er euer Baby vor plündernden Fans schützt. Ich fühle euren Schmerz.»
Sie stellt klar, die Briten hätten weiterhin Anrecht auf Updates aus ihrem Leben. Schliesslich kommen sie für ihre Sicherheit auf und blechten für ihre Prunk-Hochzeit.
Was halten Sie von Harry und Meghans Krieg gegen die britische Presse?
The Sun: Meghan Markle und Prinz Harry überlassen sich dem Internet
Ins gleiche Horn bläst Jane Moore von der «Sun». Sie fragt: «Prinz Harry und Meghan Markle boykottieren die ‹Sun›, aber was sind sie ohne die Aufmerksamkeit?» Sie wirft dem Paar Selbstverherrlichung vor.
Dazu kommt: Sie sieht den Entscheid der beiden als gefährlich. So überliessen sie sich dem Internet, wo jeder schreiben könne, was er wolle.
«Zeitungen machen gelegentlich Dinge falsch, aber es gibt Kontrollen und Abwägungen für Korrekturen und natürlich auch Gesetze.» Das Internet sei im Vergleich dazu «der Wilde Westen».
Scharfer Gegenwind. Eines wird klar nach den Reaktionen der Kolumnisten. Der Krieg mit der Boulevardpresse hat für Prinz Harry und Meghan Markle mit dem Boykott erst richtig begonnen.