Statt Bürgerdienst: SP will 38-Stunden-Woche einführen

Die SP fordert eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit. Die Idee: So hätten die Bürger mehr Zeit, sich freiwillig zu engagieren.

SP
Das SP-Co-Präsidium aus Mattea Meyer und Cedric Wermuth. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer 38-Stunden-Woche will die SP die Service-Citoyen-Initiative kontern.
  • Die Partei will die Reduktion der Arbeitszeit als Gegenvorschlag zum Begehren einbringen.
  • Die Dienstpflicht sei dann unnötig, weil man mehr Zeit für freiwilliges Engagement hätte.

Müssen Schweizerinnen und Schweizer bald weniger Arbeit für den gleichen Lohn leisten? Zumindest, wenn es nach der SP geht, schon.

Die Sozialdemokraten wollen gemäss dem «SonntagsBlick» nämlich eine 38-Stunden-Woche als Alternative zum obligatorischen Bürgerdienst ins Spiel bringen. Die Partei werde dies am 24. Februar in der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats vorschlagen.

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Heute beträgt die Höchstarbeitszeit pro Woche 45 Stunden. Neu sollen es 38 Stunden werden – zudem soll man gemäss der SP-Idee maximal viereinhalb Tage arbeiten.

Kürzere Arbeitszeit statt obligatorischer Bürgerdienst

Die 38-Stunden-Woche fungiert als indirekter Gegenvorschlag zur vom Bundesrat abgelehnten Service-Citoyen-Initiative. Einen obligatorischen Bürgerdienst, den das Volksbegehren vorsieht, lehnt die SP ab.

Stattdessen sollen sich Schweizerinnen und Schweizer freiwillig engagieren. Genau hier soll die reduzierte Arbeitszeit helfen. Die Idee dahinter sei, dass sich die Bevölkerung bei sinkender Arbeitslast vermehrt für die Gemeinschaft engagieren würden.

Andrea Zryd
SP-Nationalrätin Andrea Zryd. - zVg

Die Berner SP-Nationalrätin Andrea Zryd sagt gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Viele würden gerne mehr zur Gesellschaft beitragen, wenn sie die Zeit dafür finden würden.»

Als mögliches Vorbild nennt Zryd die nordischen Länder. Diese haben bereits eine kürzere Arbeitszeit. Und so finden laut der SP-Politikerin beispielsweise Sportvereine einfacher Freiwillige.

SP-Funiciello scheiterte mit 35-Stunden-Woche

Allerdings ist fraglich, wie eine solche 38-Stunden-Woche finanzierbar wäre. Vor allem aus der Privatwirtschaft gibt es kritische Stimmen.

Die SP bringt das Thema nicht zum ersten Mal auf die politische Bühne. Vor zwei Jahren ist die Berner Nationalrätin Tamara Funiciello bereits mit einem Vorstoss für eine 35-Stunden-Woche gescheitert.

Kommentare

User #2004 (nicht angemeldet)

Die reichen Säcke sind SP.

User #1894 (nicht angemeldet)

Wenn die zwei mal richtig arbeiten würden, gibts es auch weniger Negativ Kommentare. Aber das haben sie (insbesonders Wermuth) noch nie gemacht.

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