Recep Tayyip Erdogan

Diplomatie für Ukraine: Erdogan will Friedensgespräche ausrichten

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

Türkei,

Der türkische Präsident möchte Gastgeber für Verhandlungen zur Ukraine werden. Er sieht sein Land als idealen Vermittler. Ob es dazu kommt, scheint fraglich.

Erdogan Selenskij Ukraine
Der türkische Präsident Erdogan bietet sich als Vermittler im Krieg um die Ukraine an. - Keystone

Recep Tayyip Erdogan hat die Türkei als «idealen Ort» für Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA vorgeschlagen. Der türkische Präsident äusserte diesen Wunsch bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Ankara.

Sollte die Türkei stärker in die Friedensgespräche bezüglich der Ukraine einbezogen werden?

Erdogan verwies auf frühere Gespräche in Istanbul und betonte die Rolle der Türkei beim Getreideabkommen für das Schwarze Meer. «Damit ein gerechter Frieden möglich ist, müssen die mächtigen Länder Haltung für den Frieden zeigen», sagte Erdogan laut der «Weltwoche».

Verhandlungen ohne Türkei und Europa

Parallel zu den Gesprächen in Ankara fanden in Saudi-Arabien russisch-amerikanische Verhandlungen statt. So trafen sich die Aussenminister Marco Rubio und Sergej Lawrow in Riad, die Ukraine war bei diesen Gesprächen nicht eingeladen.

Rubio Lawrow Riad Ukraine
Die Aussenminister der USA und Russlands trafen sich in dieser Woche in Riad zu Verhandlungen über die Ukraine. - Keystone

Die Aussenminister sollen erste Schritte zur Beilegung ihrer Differenzen unternommen haben. Zudem habe es erste Vorbereitungen für ein Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin gegeben.

Rolle des Schwarzen Meeres im Konflikt um die Ukraine

Wie Erdogan deutlich machte, spielt das Schwarze Meer spielt eine wichtige strategische Rolle im Konflikt. Laut «Deutschlandfunk» hat Russland in den letzten Tagen unter anderem mindestens 17 Kriegsschiffe vor der Krim zusammengezogen.

Schwarzes Meer Ukraine
Dass Schwarze Meer spielt eine wichtige Rolle mit Blick auf den Konflikt um die Ukraine. - Open Street Map

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung warnte bereits im vergangenen Jahr vor Russlands Streben nach regionaler Dominanz. Moskau verfolge eine «Politik der kleinen Schritte» im Schwarzen und Asowschen Meer, wie «Deutschlandfunk» berichtet.

Dies könnte Russlands Position gegenüber der NATO im Mittelmeerraum stärken.

Türkei in Schlüsselposition

Die Montreux-Konvention regelt derweil den Schiffsverkehr durch die türkischen Meerengen. Sie ist relevant für die Präsenz von Kriegsschiffen im Schwarzen Meer, erlaubt es der Türkei in Kriegszeiten, Durchfahrten zu beschränken.

Diese Regelung könnte im Kontext der aktuellen Spannungen an Bedeutung gewinnen. Sie beeinflusst die maritimen Strategien von NATO und Russland und verleiht der Türkei eine Schlüsselposition in der Region.

Erdogan Selenskyj Ukraine
Auch der Präsident der Ukraine Selenskyj hofft auf eine stärkere Einbindung europäischer Länder. - Keystone

Auch der ukrainische Präsident Selenskyj forderte eine stärkere Beteiligung der Türkei, der EU, Grossbritanniens und der USA. Dabei bezog er sich auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine; Kiew hatte empört auf das Treffen in Riad reagiert.

Kommentare

User #2096 (nicht angemeldet)

Weder Erdowahn, noch die EU, noch die Schweiz können Trumps Entscheid beinflussen. Der Komiker fliegt in der ganzen Welt rum um Hilfe zu bekommen, sorry, aufs falsche Pferdel gesetzt. Europa war und ist ein Jammerspiel

User #538 (nicht angemeldet)

Endlich kalt dort. 2-7 Grad und Schnee und Regen. Klimakleber Zürich.

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