Parlamentswahlen in Myanmar (Birma) fanden trotz Corona statt
Die Corona-Krise trifft das Land Myanmar (Birma) aktuell hart. Trotzdem waren am Sonntag 37 Millionen Menschen aufgefordert ein neues Parlament zu wählen.
Das Wichtigste in Kürze
- Gestern Sonntag fanden in Myanmar die erst zweiten demokratischen Wahlen statt.
- Als Favoritin galt die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
Nach jahrelanger Militärherrschaft sind es erst die zweiten Wahlen in dem südostasiatischen Land. Die Nationale Liga für Demokratie (NLD) der inzwischen umstrittenen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wird wohl die Macht behalten.
Land ist stark vom Coronavirus betroffen
Myanmar (Birma) ist aktuell eines der am schlimmsten von Corona betroffenen Länder in Südostasien. Im Vorfeld hatte es Forderungen nach einer Verschiebung der Wahl gegeben. Dies lehnte die Regierung ab.
Die Reputation der De-facto-Regierungschefin Suu Kyi hat international stark wegen der Rohingya-Krise gelitten. Hunderttausende Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit sind vor Verfolgung und Gewalt aus dem Land geflüchtet.
Rohingya haben in Myanmar (Birma) kein Wahlrecht
In Myanmar sehen viele in der früheren Demokratie-Ikone aber noch immer eine Heldin. Praktisch alle 600'000 im Land verbliebenen Rohingya haben keine Staatsbürgerschaft und dürfen daher nicht wählen.