USA entsenden Soldaten zum Schutz ihrer Bürger im Kongo

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Zum Schutz ihrer Staatsbürger und diplomatischen Einrichtungen im Kongo haben die USA rund 80 Soldaten nach Libreville im westafrikanischen Gabun geschickt.

Donald Trump hält eine Rede im Rose Garden im Weissen Haus.
In Donald Trumps Schreiben heisst es, die Soldaten seien mit Kampfausrüstung ausgestattet und würden von Militärflugzeugen unterstützt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump schickt 80 Soldaten nach Zentralafrika.
  • Sie sollen US-Bürger und US-Einrichtungen vor möglichen gewalttätigen Protesten schützen.

Zum Schutz ihrer Staatsbürger und diplomatischen Einrichtungen im Kongo haben die USA rund 80 Soldaten nach Libreville im westafrikanischen Gabun geschickt. US-Präsident Donald Trump informierte den Kongress am Freitag (Ortszeit) über den Einsatz.

In dem Schreiben Trumps hiess es, Grund seien mögliche gewalttätige Demonstrationen im Kongo nach den Wahlen vergangenen Sonntag. Die Soldaten seien mit Kampfausrüstung ausgestattet und würden von Militärflugzeugen unterstützt. Sie könnten in Gabun, im Kongo oder in der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) eingesetzt werden.

Wahlen im Kongo

Im Kongo waren am Sonntag ein neuer Präsident, das Parlament und Provinzvertretungen gewählt worden. Ein vorläufiges Ergebnis wird am 6. Januar erwartet. Die Wahlbeobachter der Staatengemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) hatten von einem relativ reibungslosen Abstimmungsprozess gesprochen. Allerdings waren die Wahlen in dem rohstoffreichen Krisenstaat mit etwa 81 Millionen Einwohnern von Gewalt und Pannen begleitet worden.

Im Osten etwa erzwangen bewaffnete Rebellen die Schliessung einiger Wahlbüros. Schon vor den Wahlen war es in Regionen zu Unruhen gekommen, in denen die Stimmabgabe für rund 1,2 Millionen Menschen auf März verschoben worden war. Die Wahlkommission begründet diese Massnahme mit einem Ebola-Ausbruch und Terrorgefahr.

Trotzdem soll der Nachfolger des autoritär regierenden Joseph Kabila am 18. Januar vereidigt werden. Der seit 17 Jahren amtierende Präsident durfte nicht erneut antreten. Seinem Gefolgsmann Emmanuel Ramazani Shadary werden die besten Chancen eingeräumt.

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