Umfahrung Silvaplana GR: Eine lange Leidenszeit geht zu Ende
Der Durchgangsverkehr donnert neu nicht mehr mitten durch das Dorf Silvaplana GR, sondern wird mittels einem 750 Meter langen Tunnel am Dorf vorbei geleitet.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Umfahrung Silvaplana wird am Mittwoch, 27. Juni 2018 dem Verkehr übergeben.
- Der Julierverkehr wird die Ortschaft Silvaplana in einem 750 Meter langen Tunnel umfahren.
- Damit geht für das vom Durchgangsverkehr geplagte Passdorf eine lange Leidenszeit zu Ende.
Jahrelang wurde das Dorf Silvaplana GR am Julierpass von einem starken Durchgangs- und Bauverkehr geplagt. Ein Dorfleben war mitten im Verkehrsknotenpunkt zwischen Nordbünden und dem Engadin praktisch unmöglich. Dies wird sich ab Mittwoch, 27. Juli ändern – dann wird die 1470 Meter lange Umfahrung dem Verkehr übergeben.

Im Jahr 2010 fuhren die Bagger oberhalb von Silvaplana auf. 70 Millionen Franken wurden in die Umfahrung investiert, davon entfallen alleine 39 Millionen Franken auf den Bau des Kernstücks: Ein 750 Meter langer Tunnel.

Das Dorfleben soll nun voll und ganz ausgekostet werden
Mit der Umfahrung erhält die Gemeinde Silvaplana nun die Möglichkeit, wieder Leben in das Dorf zu bringen. Wo einst der Verkehr durch die enge Gasse donnerte, soll ein beschaulicher Platz für Jung und Alt entstehen.

Feierliche Eröffnung
Am Mittwoch, 27. Juli wird in Silvaplana gefeiert und die Engadiner beginnen damit schon ziemlich früh, konkret wird die Umfahrung um 06.30 Uhr eröffnet. Was im ganzen Engadin als Scherz oder spezieller Gag gehandelt wird, hat einen ganz einfachen Hintergrund: «Wegen des grossen Niveauunterschiedes zwischen Strasse und Tunnel, wird die Nacht vor der Eröffnung die Julier-Passstrasse für den ganzen Schwerverkehr gesperrt. Damit das Engadin nicht in einen Versorgungsengpass schlittert, wurde die Eröffnung vom Kanton Graubünden frühmorgens angesetzt», schreibt das Tiefbauamt Graubünden in einer Mitteilung.
Der 27. Juli 2018 wird für die Dorfbevölkerung von Silvaplana ein Freudentag. Endlich kehrt im Dorf Ruhe ein – aber auch Sicherheit, wie Roger Stäubli, stellvertretender Kantonsingenieur im Interview betont:
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