Iranischer Box-Champion zum Tode verurteilt
Wegen der Teilnahme an Protesten gegen die Regierung soll der Boxer Mohammad Javad hingerichtet werden. Zahlreiche Aktivisten kämpfen um sein Überleben.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Box-Champion Mohammad Javad wird im Iran zum Tode verurteilt.
- Dies aufgrund seiner Teilnahme an Massenprotesten gegen die Regierung.
- Bereits im Jahr 2020 wurde ein iranischer Ringer hingerichtet.
Der Iran setzt seine Hinrichtungswelle gegen Sportler fort. Bereits im Jahr 2020 wurde der Ringer Navid Afkari zum Tode verurteilt. Nun soll der Box-Champion Mohammad Javad der nächste sein.
#SaveMohammadJavad
— IranCFPPI (@IranCfppi) January 15, 2022
Stop execution life.
End execution now @IranCfppi pic.twitter.com/27TVaXuzvT
Javad wurde vor zwei Jahren im Iran verhaftet. Grund dafür: Er soll im November 2019 an Massenprotesten gegen die Regierung teilgenommen haben. Der junge Boxer soll an der Zerstörung bestimmter Orte beteiligt gewesen sein.
Unter dem Hashtag #SaveMohammadJavad versuchen Menschrechts-Aktivisten das Leben des 26-jährigen Sportler zu retten. «Bitte seien Sie die Stimme dieses unschuldigen Athleten», twittern zahlreiche User.
Ringer Navid Afkari wurde hingerichtet
Der Fall von Mohammad Javad ist nicht der erste im Iran. Bereits im Jahr 2020 wurde der Ringer Navid Afkari durch Erhängen hingerichtet. Ihm wurde vorgeworfen, verantwortlich für den Tod eines Beamten während einer Demonstration gewesen zu sein.

Zahlreiche Menschen – unter anderem IOC-Präsident Thomas Bach – versuchten den Sportler zu retten, jedoch ohne Erfolg. Das Internationale Olympische Komitee teilte damals mit, es sei geschockt über die traurige Nachricht.