Glasgow Rangers: Schottlands Regierung tobt nach Meister-Party
Das Wichtigste in Kürze
- «Das Verhalten der Fans war skandalös und egoistisch», sagt Nicola Sturgeon.
- Die Ministerpräsidentin Schottlands zeigt sich schockiert nach der Rangers-Meisterparty.
- Im Verein mangle es an Führung, meint ein weiteres Regierungsmitglied.
- Den Fans ists egal. Sie vermiesten Erzrivale Celtic den zehnten Titel in Folge.
Die Glasgow Rangers rund um Nati-Spieler Cedric Itten sind erstmals seit 2011 wieder schottischer Meister. Und die Fans feiern den Titel trotz der Corona-Einschränkungen ausgelassen.
Tausende Anhänger versammelten sich am vergangenen Wochenende vor dem Stadion – ohne Abstände und ein Grossteil ohne Masken. Dafür müssen die Rangers-Fans nun Kritik von ganz oben einstecken.
«Das Verhalten am Wochenende war skandalös und egoistisch», sagte First Minister Schottlands Nicola Sturgeon (50).
Sturgeon: «Ich teile die Wut und Verzweiflung, die die überwiegende Mehrheit der Menschen angesichts der Scharen von Anhängern empfunden hat.»
Glasgow Rangers wird «Mangel an Führung» vorgeworfen
Weiter meinte sie: Sie hätten in flagranter Weise gegen Regeln verstossen, die der Rest der Bevölkerung jeden Tag «unter grossen persönlichen Kosten» befolgt.
Doch nicht nur mit den Fans geht sie hart ins Gericht. Der Verein kriegt ebenfalls sein Fett weg. Die Vereinsführung hätte mehr machen können, um die Ansammlung zu stoppen, so die 50-Jährige.
Am Montag zeigte sich bereits der stellvertretende Premierminister John Swinney ob der Titel-Feier entsetzt. In dem Klub gebe es einen «Mangel an Führung», sagte Swinney.
Mit dem Erfolg haben die Rangers verhindert, dass der verhasste Erzrivale Celtic den zehnten Meistertitel in Folge gewinnen konnte. Das wäre wohl ein Rekord für die Ewigkeit gewesen.
Die heissblütigen Rangers-Fans am Feiern zu hindern, ist schlicht nicht möglich.