FC Luzern

Yakin: «FC Luzern hat starke Moral – zum Titel reicht es aber nicht»

Mischi Wettstein
Mischi Wettstein

Luzern,

Der FC Luzern überzeugt in dieser Saison mit seiner Moral und belegt Platz 3. Das beeindruckt auch Hakan Yakin, der «Klartext» über die Innerschweizer spricht.

Hakan Yakin
Hakan Yakin spricht «Klartext» bei Nau.ch. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Hakan Yakin lobt die Arbeit von Mario Frick und seiner FCL-Truppe.
  • «Hatsch» sieht seinen Ex-Klub in den Top 6 – aber nicht ganz oben.
  • Am Samstag (20.30 Uhr) trifft der FC Luzern auswärts auf den FCZ.

Wie so oft kann der FC Luzern beim 1:1 gegen Basel auf einen Rückstand reagieren. Die Mannschaft von Mario Frick lässt sich zum wiederholten Mal nicht aus der Ruhe bringen.

FC Luzern
Der FC Luzern beweist in dieser Saison eine funktionierende Moral. - keystone

Der Lohn: Der FCL mischt in der Super League mit Rang 3 vorne mit. Hakan Yakin erklärt, was ihn an den Zentralschweizern beeindruckt. Und er spricht «Klartext», was die Luzerner Titelchancen angeht.

Mischi Wettstein: Kannst du dir erklären, weshalb der FC Luzern so oft in Rückstand gerät? Braucht er das?

Hakan Yakin: (lacht) Trainer Mario Frick hat selber gesagt, dass sie das vielleicht brauchen, um den Schalter umzulegen. Es ist unglaublich. Obwohl der FC Luzern doch auch erfahrene Spieler hat, bekundet er Mühe, von Anfang an den Tritt zu finden.

Man lässt den Gegner sein Spiel aufziehen. Der FCL passt sich erst in der zweiten Halbzeit nicht mehr an und besinnt sich auf sein eigenes Spiel– dann funktioniert es.

FC Luzern
Mario Frick belegt mit dem FC Luzern Rang 3. - keystone

Ich verstehe es auch nicht ganz (lacht). Vielleicht sind sie nach dem Aufwärmen noch nicht voll parat. Oder Frick macht in der Halbzeit eine solch gute Ansprache, dass die Spieler Feuer unter dem Hintern bekommen.

Mischi Wettstein: Aber die Moral scheint richtig gut zu sein, wenn sie regelmässig einen Rückstand aufholen?

Hakan Yakin: Absolut, die Moral stimmt. Und von den Unruhen rund um den Verein merkt man auf dem Platz nichts. An der Moral muss sicher nicht gearbeitet werden. Eher daran, dass man nicht jedes Mal die ersten Minuten oder die erste Halbzeit so verpennt.

Mischi Wettstein: Stellt sich die Frage: Macht Mario Frick einen derart guten Job oder liegt es an der Unbekümmertheit der Mannschaft, die frisch aufspielt?

Hakan Yakin: Es ist eben grad anders als beim FCB: Beim FC Luzern hat es keinen speziellen Einzelspieler à la Shaq, der den Unterschied macht. Das Kollektiv steht im Vordergrund. Mario macht eine sehr gute Arbeit und stellt das Team super ein.

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Der FC Luzern bejubelt den Ausgleich gegen den FCB. - keystone

Die Unbekümmertheit ist sehr gross: Vor der Saison hat man beim Thema Meistertitel von Basel oder YB gesprochen, aber niemand vom FC Luzern. Das gibt auch einen gewissen Schub. Sie müssen nicht gewinnen – aber sie dürfen gewinnen.

Mischi Wettstein: Wenn ich mich recht erinnere, hast du in einem von unseren Klartext-Talks gesagt, dass der FCL nicht unter die ersten sechs kommt. Jetzt korrigieren wir das und ich frage: Sind die Luzerner als Meister denkbar?

Hakan Yakin: Das Rennen ist von Platz eins bis acht noch extrem eng, da kann ich dir auch jetzt noch nicht sagen, wem es unter die Top 6 reicht.

Vielleicht fehlt im Meisterkampf dann doch etwas die Erfahrung im Team. Da sehe ich eher Servette oder Lugano im Vorteil. Der FC Luzern wird es unter die ersten sechs schaffen, aber an den Titel glaube ich nicht.

Traust du dem FC Luzern den Titel zu?

****

Seit Anfang März ist Hakan Yakin zurück im Trainer-Geschäft. Der 48-Jährige hat beim FC Schaffhausen übernommen.

Natürlich führt der 87-fache Nationalspieler seine Serie «Klartext mit Hatsch» auf Nau.ch fort. Aus zeitlichen Gründen für einmal nicht in der Yakin Arena, sondern telefonisch.

Hakan Yakin
Hakan Yakin hat für die Schweiz 87 Länderspiele absolviert. - keystone

Bei «Klartext mit Hatsch» spricht Hakan Yakin über die Teams in der Super League. Der neue Trainer des FC Schaffhausen spricht heute über YB, GC, den FCL und Lugano.

Bereits erschienen sind die Kapitel über den FC Basel und «Hatschs» neuen Klub FC Schaffhausen. Bis Ende Woche folgen noch der FCZ, der FCSG und der Abstiegskampf rund um den FC Winterthur.

Kommentare

User #4228 (nicht angemeldet)

Nicht zu vergessen hat der FCL neben dem FCZ am meisten Schiri und VAR Glück. Das verfälscht die Tabelle natürlich auch.

User #4228 (nicht angemeldet)

Für einmal muss ich Hatsch Recht geben. Meister wird einer der vier: FCB, Servette, Lugano oder YB. Bei allen anderen fehlt die Erfahrung und Qualität.

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