USA führen Einreisebeschränkungen für extremistische Siedler ein

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

Die USA haben neue Einreisebeschränkungen für extremistische Siedler eingeführt. Dabei geht es um die Sicherheit des Westjordanlands.

Einreise
Wer in die USA einreisen will, hat es nicht leicht. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI

Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen im Westjordanland erlässt die US-Regierung Einreisebeschränkungen, die sich unter anderem gegen extremistische israelische Siedler richten. Die Gewalt im Westjordanland sei in diesem Jahr auf ein Niveau geklettert, das es seit der Zweiten Intifada (2000 bis 2008) nicht mehr gegeben habe, sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, Matthew Miller, am Dienstag in Washington.

Es habe einen alarmierenden Anstieg an Gewalttaten gegeben. Dazu gehöre «ein beispielloses Mass an Gewalt durch extremistische israelische Siedler», die es auf Palästinenser und ihr Eigentum abgesehen hätten und ganze Gemeinden vertrieben, ebenso wie an Gewalt durch palästinensische Militante gegen Israelis.

Die neuen Restriktionen richteten sich gegen Menschen, die daran beteiligt seien, «den Frieden, die Sicherheit oder Stabilität im Westjordanland zu untergraben», hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums.

Restriktionen auch für direkte Angehörige

Auch direkte Angehörige könnten von den Restriktionen betroffen sein. Die US-Regierung habe die Gewalt von beiden Seiten konsequent angeprangert und die israelische Regierung aufgefordert, mehr zu tun, um extremistische Siedler zur Rechenschaft zu ziehen. Man habe aber «kein ausreichendes Mass an Massnahmen» gesehen, sagte Miller.

Die US-Regierung fordere die israelische Führung erneut auf, die Palästinenser im Westjordanland besser vor extremistischen Angriffen zu schützen. Auch die Palästinensische Autonomiebehörde müsse mehr tun, um die Angriffe militanter Palästinenser auf Israelis einzudämmen, teilte das Aussenministerium mit. «Sowohl Israel als auch die Palästinensische Autonomiebehörde haben die Verantwortung, die Stabilität im Westjordanland gewährleisten.» US-Präsident Joe Biden und Aussenminister Antony Blinken hatten zur Siedlungspolitik im Westjordanland bereits deutliche Worte an Israel gerichtet.

Israel hatte während des Sechs-Tage-Krieges 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Rund 600 000 Israelis leben dort heute in mehr als 200 Siedlungen. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete als Teil eines eigenen Staats. Der UN-Sicherheitsrat bezeichnete 2016 diese Siedlungen als Verletzung des internationalen Rechts und forderte Israel auf, alle Siedlungsaktivitäten zu stoppen.

Kommentare

User #1306 (nicht angemeldet)

Das ist eben das Grundproblem in dieser Gegend, welches man bis jetzt nicht ansprechen durfte, weil man dann als Antisemit galt.

User #1013 (nicht angemeldet)

Wäre an der Zeit, diese Gesetze auch bei uns einzuführen. Extremismus ist in jeder Art zu bekämpfen. Ohne Ausnahme.

Weiterlesen

18 Interaktionen
In die USA
Vereinigtes Königreich usa corona impfpflicht
34 Interaktionen
Impfpflicht fällt
1 Interaktionen
Washington

MEHR IN NEWS

Israel
Tote und Verletzte
charkiw
Schäden an Häusern
a
20 Interaktionen
«Schädlich
FCZ
3 Interaktionen
Spätes 2:2

MEHR AUS USA

Donald Trump
289 Interaktionen
«Befreiungstag»
Verbot droht
herz
1 Interaktionen
Kleiner als Reiskorn
Neil Young
5 Interaktionen
Sommer-Tour