Bibas-Familie in Israel beigesetzt
Drei Mitglieder der Familie Bibas, die von der Hamas getötet wurden, sind auf einem Friedhof nahe ihres Heimatortes Nir Oz beigesetzt worden.
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Die in Hamas-Geiselhaft getöteten Mitglieder der Familie Bibas sind israelischen Medien zufolge auf einem Friedhof in der Nähe ihres Heimatortes Nir Oz beigesetzt worden. Anschliessend hielten die Angehörigen Trauerreden für Schiri Bibas und ihre beiden kleinen Söhne, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Zeremonie sollte auf Wunsch der Familie im privaten Kreis stattfinden.
Auch Jarden Bibas, der Mann von Schiri und Vater der Kleinkinder, hielt unter Tränen eine Ansprache. Er war Anfang Februar aus der Gewalt der Hamas freigekommen. «Schiri, ich liebe dich und werde dich immer lieben», sagte Jarden Bibas, der von seiner Schwester an das Rednerpult begleitet wurde.
«Du bist die beste Ehefrau und Mutter, die es geben kann.» Er fragte seine getötete Frau auch, wer ihm nun bei Entscheidungen helfen werde. Er entschuldigte sich zudem in seiner Trauerrede bei ihr und seinen beiden Kindern dafür, sie während des Terrorüberfalls nicht richtig beschützt zu haben.
Trauermarsch zieht Tausende an
Am Morgen hatten Medien zufolge Zehntausende an einem öffentlichen Trauerzug für die drei teilgenommen – alle besassen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach einer forensischen Untersuchung der Leichen der Kinder hatte die israelische Armee vor einigen Tagen mitgeteilt, die beiden kleinen Jungs seien im November 2023 von ihren Entführern brutal ermordet worden.
Nach Darstellung der Hamas wurden sie dagegen bei einem israelischen Luftangriff getötet. Kfir war zum Zeitpunkt seiner Entführung und seines Todes noch ein Baby, sein Bruder Ariel vier Jahre alt. Auch die Eltern von Schiri Bibas wurden während des Hamas-Massakers am 7. Oktober getötet.