Elfjähriges Mädchen landet fälschlicherweise in Psychiatrie
Eine 11-Jährige wurde in Neuseeland mit einer 20-jährigen Patientin verwechselt und fälschlicherweise in die Psychiatrie eingewiesen.

Das Wichtigste in Kürze
- In Neuseeland wurde ein Mädchen (11) fälschlicherweise in eine Psychiatrie eingewiesen.
- Sie wurde mit einer 20-Jährigen verwechselt.
- Dabei erhielt sie auch Medikamente und wurde ruhiggestellt.
Ein 11-jähriges Mädchen wurde in Hamilton, Neuseeland, fälschlicherweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das ergibt eine Aufarbeitung von Health NZ, Neuseelands öffentlichem Gesundheitssystem.
Health NZ entschuldigt sich bei der Patientin für die Fehlbehandlung – und diese hatte es in sich: Das Mädchen wurde nicht nur eingewiesen, sondern auch ruhiggestellt und unter starke Medikamente gesetzt.
Und das, weil die Polizei sie für eine andere Patientin – eine erwachsene Frau (20) – hielt.
Fehlidentifikation durch die Polizei
Das Schicksal des Mädchens wurde durch einen Anruf bei der Polizei ausgelöst. Der Anrufer war besorgt über eine Person, die sich auf einer Brücke befand.
Am Einsatzort fand die Polizei die 11-Jährige vor. Da sie beeinträchtigt ist, konnte sie nicht verständlich kommunizieren.
Ausserdem wirkte sie aufgewühlt und hatte keine ID bei sich, worauf die Polizei sie in den Notfall brachte.
Etwas später meldete sich die Polizei laut dem Untersuchungsbericht nochmals beim Waikato-Spital. Sie identifizierten das Mädchen fälschlicherweise als eine andere Patientin – auch wenn diese fast zehn Jahre älter ist.
Da solche Identifikationen durch die Polizei Routine sind, wurde die Anweisung der Beamten vom Spitalpersonal nicht hinterfragt.
Ruhiggestellt und mit Medikamenten behandelt
Die 11-Jährige wurde also in den psychiatrischen Flügel des Spitals verlegt.
Dort erhielt sie Medikamente – jene, die eigentlich für die 20-Jährige mit einer psychischen Erkrankung verschrieben wurden. Während dieser Zeit wurde das Mädchen ruhiggestellt.
Erst am späteren Abend meldete sich die Polizei erneut und klärte die Verwechslung auf. Die Mutter des Mädchens konnte ihre Tochter noch am selben Tag nach Hause bringen.
Gleich am nächsten Tag ist die Familie von Spitalangestellten besucht worden, um ein Formular über den Vorfall auszufüllen.
Der Fehler hat in Neuseeland hohe Wellen geschlagen. So haben sich bereits mehrere Regierungsangehörige zum Vorfall geäussert – unter anderem Premierminister Christopher Luxon und Gesundheitsminister Matt Doocey.