Experten warnen, dass Israel bei steigenden Angriffen des Irans möglicherweise einen Mangel an Abfangraketen hat.
Abfangraketen
Experten warnen, dass Israel bei zunehmenden iranischen Angriffen möglicherweise nicht genügend Abfangraketen zur Verfügung hat. (Archivbild) - sda - Keystone/dpa/Mohammed Talatene

Israel droht nach Einschätzung von Experten bei zunehmenden Angriffen des Irans oder dessen Verbündeten ein Mangel an Abfangraketen. Israel stehe vor einem ernsten Munitionsproblem, sagte die Expertin und frühere US-Verteidigungsbeamtin Dana Stroul der «Financial Times.»

Sollte der Iran auf einen möglichen israelischen Angriff mit schweren Luftschlägen reagieren und sich die Hisbollah im Libanon anschliessen, könnte Israels Luftverteidigung «überfordert sein».

Die US-Regierung hatte am Wochenende angekündigt, eine Batterie des hochmodernen Raketenabwehrsystems THAAD und ein dazugehöriges Team des amerikanischen Militärs nach Israel zu schicken. Ziel sei es, die Luftverteidigung Israels nach den jüngsten schweren Raketenangriffen durch den Iran zu stärken.

US-Vorräte begrenzt

Doch auch die Vorräte der USA, Israels wichtigstem Verbündeten, seien begrenzt, sagte Stroul der Zeitung weiter. «Die USA können die Ukraine und Israel nicht im gleichen Tempo weiter versorgen. Wir erreichen einen Wendepunkt».

Israel verfügt über ein mehrstufiges Raketenabwehrsystem, das bislang den Grossteil der Drohnen und Raketen des Irans und seiner Stellvertreter in der Region abgewehrt hat. Die Hisbollah habe bei ihren Angriffen aber bisher nicht ihre gesamten Kapazitäten ausgeschöpft, zitierte die «Financial Times» den israelischen Militärexperten Assaf Orion. Ehud Eilam, ehemaliger Mitarbeiter des israelischen Verteidigungsministeriums, sagte, es sei nur eine «Frage der Zeit, bis Israel die Abfangraketen ausgehen und es priorisieren muss, wie sie eingesetzt werden».

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