3sat bleibt, aber Reformen für Öffentlich-Rechtliche stehen an
Die Zukunft des Kultursenders 3sat steht auf der Kippe. Es gibt Gerüchte über eine mögliche Fusion mit Arte – und Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Wie es mit dem Kultursender 3sat weiter geht, ist noch ungewiss. Am 25. Oktober 2024 wurde der Reformstaatsvertrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland vorgestellt.
Dieser betrifft auch die Zukunft von 3sat und Arte. Vorab sorgten Gerüchte über eine mögliche Zusammenlegung der beiden Sender für Aufregung.

Das führte zu einer Onlinepetition, die über 117'000 Unterschriften sammelte.
Mehr Digitalisierung und Modernisierung für Rundfunk
In einer Mitteilung erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Alexander Schweitzer (SPD), dass eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erforderlich sei.
«Eine grundlegende Reform ist erforderlich, um ARD, ZDF [...] digitaler, schlanker und moderner aufzustellen», so Schweitzer in einer Pressekonferenz.
Stimmen aus der Medienlandschaft
Der Sender 3sat wird von Deutschland (ARD und ZDF), Österreich (ORF) und der Schweiz (SRG) gemeinsam getragen. In der Schweiz wurden zuletzt Stimmen laut, ab 2027 das Auslandsangebot auf 3sat einzustellen.
Dies geschah mit der Begründung, dass das Informationsangebot im Ausland mittlerweile umfassend vorhanden sei. Darüber berichtet «Heute.at».

ORF-Generaldirektor Roland Weissmann betonte die Bedeutung von 3sat als «Plattform für kritische Debatten» und eine «unverzichtbare Bühne für Kunst und Kultur».
3sat: Geplante Reformen und deren Auswirkungen
Die geplanten Reformen sehen vor, Arte als europäische Kulturplattform weiterzuentwickeln. Dabei könnten perspektivisch Inhalte von 3sat integriert werden.
Es wurde jedoch klargestellt: «Wir haben nicht die Fusion von 3sat und Arte beschlossen», so Schweitzer. Dies lässt die Zukunft von 3sat weiterhin unklar.
Die Ministerpräsidenten haben sich darauf geeinigt, dass die monatliche Rundfunkabgabe nicht weiter steigen soll. Die Reform soll dazu beitragen, die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken.