Euro

Ahrtal: Über halbe Milliarde Euro Sachschäden für Wirtschaft

DPA
DPA

Deutschland,

Kleingewerbetreibende sind im Ahrtal von der Flutkatastrophe besonders stark betroffen. Für das Gastgewerbe in der vom Tourismus lebenden Region sind die Schäden verheerend.

Beim Unwetter zerstörte Autos sind in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf einem provisorischen Schrottplatz gestapelt. Foto: Marius Becker/dpa
Beim Unwetter zerstörte Autos sind in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf einem provisorischen Schrottplatz gestapelt. Foto: Marius Becker/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat bei den dortigen Unternehmen laut einer Schätzung Sachschäden von mehr als einer halben Milliarde Euro angerichtet.

Ein grosser Anteil der geschätzten Schadenssumme von etwa 560 Millionen Euro entfalle auf Gebäude, aber auch Maschinen, Werkzeug und zerstörte Ware seien bei der Schätzung berücksichtigt, teilten die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer (HwK) Koblenz am Montag mit. Im Ahrtal sind den Angaben zufolge rund 800 IHK-zugehörige Mitgliedsunternehmen sowie 800 HwK-Mitgliedsunternehmen von dem Hochwasser betroffen. Beim Grossteil (71 Prozent) dieser Unternehmen handele es sich um Kleingewerbetreibende.

Besonders schwer seien Gastgewerbe und die Hotellerie mit rund 11.000 Betten im Kreisgebiet getroffen worden. «Die Region lebt stark vom Tourismus», sagte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. «Erst die Schliessungen durch die Corona-Pandemie und nun diese Naturkatastrophe: Für die Wirtschaft, und insbesondere die Händler, Hoteliers und Gastronomen entlang der Ahr, ist dieses Unwetter verheerend.»

Die finanzielle Situation sei angespannt, denn viele Betriebe hätten keine Elementarversicherung, und Reserven seien vorher schon aufgebraucht gewesen, sagte er weiter. Die IHK stehe im engen Austausch mit dem Wirtschaftsministerium, denn nun sei eine schnelle und unbürokratische Unterstützung der betroffenen Unternehmen nötig. Die Soforthilfe von 5000 Euro sei dabei ein erster wichtiger Schritt. Aber auch Zuschüsse und Förderprogramme müssten schnell zur Verfügung gestellt werden. «Ganz zu schweigen von der Wiederherstellung der Infrastruktur, ohne die die Unternehmen ihre Tätigkeiten nur teilweise oder überhaupt noch nicht wieder aufnehmen können», betonte er.

HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich erklärte, ganz wichtig sei nun die Koordination der angelaufen Hilfsmassnahmen. «Es kommt jetzt sehr darauf an, die überwältigende Hilfsbereitschaft der Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Deutschland sinnvoll zu koordinieren», sagte er. Dringend gebraucht würden finanzielle Unterstützung und logistische Kapazitäten, um die Helfer vor Ort mit den notwendigen Materialien zu versorgen.

Kommentare

Weiterlesen

Schule
198 Interaktionen
Zu viel Druck
donald trump
544 Interaktionen
Aufatmen

MEHR IN NEWS

russland
Laut Kiew
russland
1 Interaktionen
Bedrohung
kuba
1 Interaktionen
Santiago de Cuba
grönland
2 Interaktionen
Grönland

MEHR EURO

Mitsotakis
6 Interaktionen
Investition
ukraine
34 Interaktionen
Überweisung
Lettlands Präsident Verteidigungsminister
8 Interaktionen
Aufrüstung
Euromillions
13 Interaktionen
240 Millionen Franken

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Pumuckl
1 Interaktionen
Neues Abenteuer
Mozilla
1 Interaktionen
Neue Features
voigt
1 Interaktionen
Unzufrieden