Italienischer Mafiaboss auf Insel Korsika gefasst
Ein flüchtiger Mafiaboss wurde nach einem Jahr auf der französischen Insel Korsika gefasst.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mafiaboss ist auf Korsika festgenommen worden.
- Er ist Chef eines Clans in der süditalienischen Region Apulien.
- Zudem stand der Mann auf der Europol-Fahndungsliste der meistgesuchten Verbrecher Europas.
Ein seit knapp einem Jahr flüchtiger Mafiaboss ist auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika gefasst worden. Die italienischen Carabinieri sowie die lokalen Behörden nahmen den Mann in Bastia im Norden Korsikas fest. Er soll Chef eines Clans in der süditalienischen Region Apulien sein. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bari am Freitag mit.
Der 40-Jährige war vergangenes Jahr aus einem Gefängnis auf Sardinien ausgebrochen. Er stand seitdem auf der Europol-Fahndungsliste der meistgesuchten Verbrecher Europas.
Der Italiener steht einem mächtigen Clan aus der apulischen Küstenstadt Vieste vor. In Italien wurde er zu 24 Jahren Haft verurteilt: wegen der Mitgliedschaft in einer Mafiaorganisation, Drogenhandels, illegalen Waffenbesitzes und anderer schwerer Verbrechen.
Spektakuläre Flucht und Fahndung
In dem sardischen Gefängnis sollte er seine Haftstrafe verbüssen. 2023 brach er in einer spektakulären Aktion aus dem Gefängnis aus und wird seitdem von Europol als gefährlich eingestuft. Zudem läuft noch ein Prozess wegen zweifachen Mordes gegen ihn.
Die Carabinieri nahmen auch den wichtigsten Helfer des Mafiabosses fest. Die italienischen und spanischen Behörden spürten den Italiener in der kleinen Stadt Otura bei Granada im Süden Spaniens auf. Vor zwei Jahren war er aus dem Hausarrest geflohen und seitdem flüchtig.
Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen gelingt es den Behörden, flüchtige Mafiosi in Italien oder anderen europäischen Ländern zu fassen. Italiens Innenminister Matteo Piantedosi zeigte sich erfreut über die Verhaftung. Er lobte die Zusammenarbeit zwischen den Behörden der Länder über Europol.