Lisa-Maria Kellermayr: Frau zerstört Gedenkstätte für Impfärztin

Simon Binz
Simon Binz

Österreich,

In Wien hat eine Frau die Gedenkstätte der verstorbenen Impfärztin Lisa-Maria Kellermayr (†36) geschändet.

Die «Berliner Zeitung» schrieb über die zerstörte Gedenkstätte in Wien. - Screenshot

Das Wichtigste in Kürze

  • In Wien hat eine Frau die Gedenkstätte für die gestorbenen Impfärztin zerstört.
  • Die Hintergründe und das Motiv der Täterin sind völlig unklar.

Es sind unfassbare Szenen, die ein Zeuge in Wien (Ö) festgehalten hat: Eine Frau geht zielstrebig auf die Gedenkstätte für die verstorbene Impfärztin Lisa-Maria Kellermayr (†36) am Stephansdom zu und tritt mehrmals dagegen. Kerzen, Laternen und Blumen fliegen durch die Luft – es ist zu hören, wie Glas bricht.

Nach der Tat am Samstagfrüh gegen 6 Uhr flüchtet die Frau, die Hintergründe und ihr Motiv sind unklar. Ebenso, ob es sich bei der Frau um eine Impfgegnerin handelt und die Zerstörung eine geplante Aktion war. Klar ist: Die acht Sekunden dauernde Aufnahme wurde von der «Bezirkszeitung» veröffentlicht und wird vermutlich weitere Ermittlungen in Zusammenhang mit Kellermayr nach sich ziehen.

Coronavirus
Lisa-Maria Kellermayr (†36) wurde von Impfgegnern gegen das Coronavirus stark bedroht. Von den Behörden fühlte sie sich im Stich gelassen. - Keystone

Bereits ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München gegen einen Mann (59), der Hassposts gegen die Ärztin in den sozialen Medien veröffentlicht haben soll. Die Oberösterreicherin war vor ihrem Tod monatelang Opfer von Cybermobbing und Gewaltaufrufen betroffen.

Während der Pandemie hatte sich die Ärztin für die Impfkampagne stark gemacht und viele Corona-Patienten behandelt. Für ihr Engagement wurde sie von Impfgegnern bedroht. Die 36-Jährige suchte Hilfe bei der Polizei, fühlte sich aber von den Behörden im Stich gelassen. Ende Juli wurde sie tot in ihrer Praxis aufgefunden – sie hatte sich das Leben genommen.

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