Macron droht USA mit europäischen Strafzöllen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reagiert auf die angekündigten US-Zölle und droht mit europäischen Gegenmassnahmen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron droht den USA in Antwort auf angekündigte Zölle von 25 Prozent auf Importe von Aluminium und Stahl mit europäischen Strafzöllen. «Wenn sie bestätigt werden, werden die Europäer antworten», sagte Macron während eines Staatsbesuchs in Portugal. «Es wird also entsprechende Zölle geben, denn wir müssen uns schützen, wir müssen uns verteidigen.»
«Wenn Anfang April, wie angekündigt, Zölle auf europäische Produkte in dieser Höhe erhoben werden, müssen die Europäer antworten. Weil wir angesichts dieser Massnahmen nicht gewissermassen schwach sein dürfen», sagte Macron bei einer Pressekonferenz in Porto.
Gemeinsame Interessen der EU und USA bedroht
«Was wir also in den nächsten Wochen erreichen müssen, ist, zu überzeugen, dass dies generell keine gute Entscheidung für unsere geopolitischen Interessen ist, die von den USA und den Europäern geteilt werden, und dass es für alle schlecht wäre», sagte Macron. «Aber wenn es dazu kommen sollte, dann müssen wir darauf reagieren und werden die Verantwortung dafür übernehmen.»
Die EU hatte nach der Ankündigung amerikanischer Sonderzölle auf Aluminium und Stahl vor zweieinhalb Wochen bereits reagiert. Unrechtmässige Zölle zulasten der EU würden nicht unbeantwortet bleiben. Sie zögen entschiedene und verhältnismässige Gegenmassnahmen nach sich, hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitgeteilt. Die EU werde Arbeitnehmer, Unternehmen und Verbraucher in der EU verteidigen.