Präsidentin jüdischer Studenten will Deutschland verlassen
Jüdische Aktivistin Hanna Veiler plant, nach der Bundestagswahl aus Deutschland wegzuziehen.
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Die jüdische Aktivistin Hanna Veiler will aus Deutschland wegziehen. Sie begründet das mit dem hohen Stimmenanteil der rechtspopulistischen AfD bei der Bundestagswahl vom Sonntag.
«Für mich ist mit dieser Bundestagswahl eine rote Linie überschritten, und mein Entschluss steht fest: Ich werde Deutschland verlassen.» Dies sagte die Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland der «Jüdischen Allgemeinen».
Sorge um Familie und Suche nach neuem Zuhause
Jeder Fünfte habe «wissentlich einer in grossen Teilen gesichert rechtsextremen Partei ihre Stimme gegeben». Sie mache sich Sorgen um ihre Eltern und ihre Grossmutter, die abgeschoben werden könnte. Wohin sie selbst ziehen wolle, stehe noch nicht fest.
Ihr gehe es vor allem darum, «Abstand von Deutschland» zu gewinnen. Veiler wurde in Belarus geboren, wuchs aber von Kindheit an in Deutschland auf. Zuletzt hatte sie immer wieder Kritik an propalästinensischen Protesten an deutschen Hochschulen geäussert.
Allerdings fasst sie aus beruflichen Gründen unter anderem Belgien ins Auge, wie sie sagte. «Auch wenn dort der Antisemitismus noch schlimmer ist als hierzulande.»