Touris wenden sich von Mykonos ab – auch Schweizer
Viele Touristen haben genug von Mykonos. In einer Studie belegt die griechische Insel den letzten Platz – sie sei «überteuert».

Das Wichtigste in Kürze
- Eine neue Studie zeigt, dass sich britische Touristen von Mykonos abwenden.
- Die Insel sei teuer und unfreundlich, so die Befragten.
- Auch bei den Schweizern hat die Insel an Beliebtheit eingebüsst.
Die griechische Insel Mykonos war lange Zeit der Sommerferien-Hotspot schlechthin. Dies hat sich nun aber geändert.
Laut den Ergebnissen einer Studie der Verbrauchergruppe «Which?» ist Mykonos das schlechteste Küstenziel Europas. An der Umfrage nahmen 3500 Briten teil.
Die Ferienorte wurden anhand von zwölf Kriterien bewertet, darunter die Qualität der Strände, der Küsten und der Yachthäfen. Weiter wurden die Attraktivität, das Essen und Trinken und das Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet.
Mykonos belegt dabei den letzten Platz. Die Insel sei «unfreundlich und überteuert», heisst es. Mykonos-Gäste kritisieren vor allem die Strandpromenade, den Yachthafen und das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schweizer bevorzugen andere Griechen-Inseln
Auch bei Herrn und Frau Schweizer hat die Insel diese Saison an Beliebtheit eingebüsst. Muriel Wolf Landau von Hotelplan sagt zu Nau.ch: «Im Gegensatz zu vor der Pandemie ist die Nachfrage nach Reisen nach Mykonos 2023 geringer.»
Andere griechische Inseln seien dagegen sehr gefragt. «Diese gehören grundsätzlich zu den beliebtesten Reisezielen unserer Kunden.»
Die Einheimischen der Insel dürfte das gesunkene Ranking alles andere als stören. Im Gegenteil – sie sind froh, wenn weniger Touristen kommen. Im Juli letzten Jahres besuchten in einer Woche schätzungsweise 220'000 Personen die griechische Insel.
Einheimische froh über weniger Tourismus
Marigoula Apostolou, Vorsitzende des örtlichen Volkskundemuseums, sagte 2022 gegenüber der Zeitung «The Observer»: «Unsere Insel ist voll, sie hat ihre Grenzen überschritten.»
Und weiter: «Unsere natürliche Umwelt ist zerstört, unsere Wasser- und Abwasserinfrastruktur ist überfordert.» Zudem sei die Kultur der Einheimischen bedroht, weil Mykonos als Party-Insel abgestempelt werde.