Französische Stadt baut «vertikalen Wald» an Hochhaus
Umweltfreundliches Bauen: In einem französischen Stadtviertel gehen schon bald Wohnraum und Wald Hand in Hand.

Das Wichtigste in Kürze
- In einer französischen Stadt entsteht bald ein vertikaler Wald.
- Dieser wird an die Fassaden von zwei grossen Wohnblöcken angebracht.
In der französischen Stadt Montpellier entsteht 2025 ein vertikaler Wald. Dies im Rahmen eines Architektur-Projekts von François Fontès, das zwei Hochhäuser mit insgesamt 74 Wohnungen begrünt.
Die beiden Gebäude, eines zehn und das andere 17 Stockwerke hoch, werden mit mehreren Brücken miteinander verbunden. Die Konzept-Bilder erinnern aus Szenen, wie man sie bisher nur aus Science-Fiction-Filmen kennt. Wald und Wohnraum werden eins.
Der Architekt spricht von einer «Hochzeit zwischen Natur und Mineralien.» Es sei ein Ausdruck dafür, dass das Werk des Menschen auch eine Erweiterung der Natur sein kann.
Für die Bepflanzung zuständig ist die Agrarwissenschaftlerin und Landschaftsarchitektin Laura Gatti. Wie verschiedene Medien berichten, werden die Hochhäuser 67 verschiedene Arten von Bäumen und Sträuchern beherbergen.
Pflanzen als Lärm-Isolation
Das Ganze hat auch einen praktischen Nutzen: Anwohner werden durch die Bäume an der Fassade zusätzlich vor Aussenlärm geschützt. Auch Temperaturunterschiede würden sich weniger bemerkbar machen.

Die Bewässerung der Pflanzen dürfte komplex ausfallen. Wie die Verantwortlichen mitteilen, wird das Bewässerungssystem durch gesammeltes Regenwasser versorgt. Auch Wasser, das beim Duschen und Waschen anfällt, soll gefiltert und für die Bewässerung verwendet werden.