Alec Baldwin: Das waren die schlimmsten Tragödien am Filmset
US-Schauspieler Alec Baldwin erschoss versehentlich eine Kamerafrau mit einer Filmpistole. Auch auf anderen Film-Sets und im TV kam es schon zu Tragödien.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Schauspieler Alec Baldwin erschoss bei einem Western-Dreh eine Kamerafrau.
- Nau.ch stellt die schlimmsten Tragödien an Filmsets vor.
US-Schauspieler Alec Baldwin (63) dachte, es seien Platzpatronen und es könnte nichts passieren. Doch dann kam es gestern zur Tragödie.
BREAKING: A distraught Alec Baldwin, after he accidentally shot & killed the cinematographer on the set of his new movie, & wounded the writer-director. How on earth could this have happened?
— Piers Morgan (@piersmorgan) October 22, 2021
Pics: Jim Weber @thenewmexican pic.twitter.com/xrvcheLaCK
Baldwin erschoss bei Dreharbeiten zu einem Western in Santa Fe (New Mexico) eine Kamerafrau und verletzte einen Regisseur schwer. Zum tragischen Unglück war es laut Behördenangaben gekommen, als eine Requisitenpistole am Set fehlzündete.
Alec Baldwin kein Einzelfall
Ein Blick ins Archiv zeigt: Der Unfall mit Alec Baldwin ist längst nicht der einzige schwere Unfall in der Geschichte des Kinofilms.
Ein ähnlicher Unfall tötete den US-Schauspieler Brandon Lee (†28). Der Sohn von Bruce Lee (†32) starb 1993 bei einem Unfall während der Dreharbeiten zum Film «The Crow».

Er wurde von einem Fragment einer Pistolenkugelattrappe getroffen, die kurz zuvor für eine Grossaufnahme benötigt worden war. Dieses hatte sich offenbar unbemerkt im Lauf verklemmt, wurde dann bei einem Schuss des Schauspielers Michael Massee (†64) durch den Explosionsdruck der Platzpatronen herausgeschleudert und traf Lee.
Da sich die Produktion in Zeitverzug befand, hatte man für einige Schussszenen keine Platzpatronen verwendet, sondern echte Patronen, denen man lediglich das Schiesspulver, nicht jedoch die Zündhütchen entfernt hatte. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmassnahmen starb Brandon Lee zwölf Stunden später im Spital.
Russisch-Roulett gespielt
1984 starb der US-Schauspieler Jon-Erik Hexum (†26), nachdem er sich auf dem Set einer CBS-Serie eine mit Platzpatronen geladene Handfeuerwaffe an die Stirn gehalten und abgedrückt hatte. Die genauen Umstände des Unfalls sind bis heute unklar.

Hexum war am Set bekannt für seinen leichtfertigen Umgang mit den Filmwaffen. Er soll am Tag seines Unfalls überarbeitet und müde gewesen sein.
Hexum soll in einer Drehpause einen 44er Magnum-Revolver absichtlich bis auf eine Patrone entladen haben, um Russisch Roulette mit der scheinbar harmlosen Waffe zu spielen. Er hielt die Waffe an seinen Kopf, wobei sich ein Schuss löste, der ihn tötete.

Mit dem Fliegerfilm «Top Gun» wurde Tom Cruise (59) Mitte der Achtzigerjahre zum Hollywood-Star. Die Dreharbeiten wurden aber von einem tragischen Unfall überschattet.
Der Kunstflieger Art Scholl stürzte bei einem Stuntflug mit seiner Maschine vor der kalifornischen Küste ins Meer. Weder er noch die Maschine konnten geborgen werden. Die Unfallursache ist deshalb bis heute nicht geklärt.
Not-OP bei Jackie Chan
Kung-Fu-Star Jackie Chan (67) ist bekannt dafür, alle Stunts selbst zu stemmen. Am Set von «Armour of God» ging das 1986 beinahe schief. Bei einer Szene sollte er sich von einem Ast abschwingen. Als dieser brach, stürzte der Actionstar fünf Meter in die Tiefe und schlug mit dem Kopf auf einem Stein auf.

Eine Not-OP rettete Chan das Leben. Und: Der beinahe tödliche Stunt war sogar im Abspann des Streifens zu sehen.
Rollstuhl nach Harry Potter-Stunt
Bei den Dreharbeiten zum letzten Harry-Potter-Film «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» kam es 2009 zu einem furchtbaren Unfall. Das Team probte eine Flugszene, die in der Filmbranche als besonders riskant gilt, mit Stuntman David Holmes (damals 28) als Stuntdouble von Harry Potter-Hauptdarsteller Daniel Radcliffe (32).
Plötzlich löste sich eine Halterung. Holmes krachte mit voller Wucht in eine Wand und brach sich das Genick.

«Ich landete auf einer Matte. Mein Stunt-Koordinator kam zu mir, nahm meine Hand und sagte: ‹Drück‘ meine Finger›. Ich konnte zwar meinen Arm heben, doch seine Finger drücken konnte ich nicht», sagte Holmes im Interview mit dem «Mirror».
Als er in das besorgte Gesicht seines Stunt-Koordinators geblickt habe, sei ihm klar geworden, wie ernst die Lage war. Holmes wurde ins Spital gebracht. Dort teilten ihm die Ärzte mit, dass er für den Rest seines Lebens von der Brust abwärts gelähmt sein würde.
Winslet beinahe ertrunken, Craig fast erstickt
Beim Dreh des Kassenschlagers «Titanic» mit Kate Winslet (46) und Leonardo DiCaprio (46) kam es beinahe zu einer Tragödie. Bei einer Unterwasserszene verfing sich das Kleid von Winselt an einem Haken.

Die Schauspielerin ertrank beinahe. Der ganze Dreh wurde von Winslet später als «Alptraum» bezeichnet. Sie holte sich eine Lungenentzündung und viele blaue Flecken.
Und 007-Darsteller Daniel Craig (53) erstickte beinahe bei Dreharbeiten. Am Set von «The Girl With the Dragon Tattoo» wurde Craig mit einem Plastiksack vor der Kamera die Luft abgeschnitten. Man hatte ihm ein Stück Metall in die Hand gedrückt und schon bald liess der Brite das Stück fallen. Der Dreh wurde gestoppt und Craig überlebte.