Das sagen Schweizer Flughäfen zum Überfall in Tirana
Gestern Dienstag wurde an einem Flughafen in Albanien eine hohe Summe Geld gestohlen. Kann das auch in der Schweiz passieren?

Das Wichtigste in Kürze
- Gestern Dienstag kam es auf dem Rollfeld eines albanischen Flughafens zu einem Überfall.
- In der Schweiz ist solch ein Vorfall eher ungewöhnlich.
Spektakulärer Überfall am Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana. Während Personal gerade Geldsäcke in das Flugzeug lud, stürmten die fünf Räuber als Zollmitarbeiter verkleidet auf das Rollfeld.
Sie bedrohten das Personal mit Waffen und klauten so innert Minuten Millionen. Der genaue Betrag schwankt zwischen zwei und zehn Millionen Euro, je nach Quelle. Die Passagiere im Flugzeug wohnten all dem bei.
In der Folge kam es zu einer Schiesserei mit der Polizei. Ein Räuber wurde erschossen. Die restlichen vier wurden später von der Polizei festgenommen. Das Flugzeug sollte das Geld nach Wien bringen.
Schweizer Flughäfen sind unbesorgt
In der Schweiz zeigt man sich trotz des Vorfalls unbesorgt. Beim Euroairport Basel-Mulhouse heisst es auf Anfrage: «Wertsachen-Transporte am Euroairport sind eher eine Seltenheit.» Schon allein deswegen sinkt das Risiko.
Mediensprecherin Vivienne Gaskell führt aus: «Seit den Terroranschlägen in Paris sind die Sicherheitsmassnahmen am Euroairport stets auf einem sehr hohen Niveau.» Selbst Militärpatrouillen seien vor Ort. Dies als Reaktion auf den Terroranschlag in Paris.
Leicht anders klingt es in Zürich. Aber: «Am Flughafen Zürich werden relativ viele Wertsendungen abgefertigt», sagt Mediensprecher Philipp Bircher. Aber diese würden in einem separaten Frachtbereich aufbewahrt.
Mitarbeiter werden speziell geprüft
Doch nicht nur das. Anders als in Tirana werden solche Sendungen getrennt von der übrigen Fracht ins Flugzeug verladen. In den Aufbewahrungsbereich haben nur Mitarbeiter Zugang, die einen «besonderen Überprüfungsprozess durchlaufen haben».

Bircher ist kein ähnlicher Fall bekannt. «Wir hoffen natürlich, dass dies dank der Sicherheitsvorkehrungen auch so bleibt», so der Mediensprecher.
Zurück zu Tirana. Glücklicherweise bestand für die geboardeten Passagiere im Flieger nie eine Gefahr. Doch es ist nicht das erste Mal, dass es in Tirana zu solch einem Vorfall kommt. Bereits vor drei Jahren wurde dort ein Geldtransporter auf ähnliche Weise ausgeraubt.