Diebstähle von Paketen nehmen vor Weihnachten deutlich zu
Im Vergleich zum Vorjahr wurden laut dem Versicherungskonzern AXA 20 Prozent mehr Pakete geklaut. Seit 2019 nahmen die Diebstähle deutlich zu.

Die Zahl der Diebstähle von Paketen hat im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Das meldet die Axa-Versicherung in einer aktuellen Mitteilung.
«Besonders viele Paketdiebstähle erfolgen in den Monaten November und Dezember», beobachtet der Versicherer. In den Jahren 2019 bis 2023 habe sich die Zahl der Diebstähle verdreifacht. Besonders deutlich war der Anstieg während der Pandemie.

Spätestens seit eben jener sei es selbstverständlich, Einkäufe im Internet zu tätigen. Entsprechend seien auch viele Pakete im Umlauf, sagt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA.
Anteil der Diebstähle liegt im Promillebereich
Trotz des starken prozentualen Anstiegs relativieren sich die Zahlen der Diebstähle bei genauerer Betrachtung. Die Schweizerische Post transportierte zum Beispiel 2022 insgesamt 194 Millionen Pakete.
Davon gingen laut Schätzungen etwa 19'000 verloren oder wurden gestohlen – also etwa ein Promille.
Die Weihnachtszeit gilt als Hochsaison für Paketdiebe – in dieser Zeit werden deutlich mehr Pakete verschickt als sonst im Jahr. Die Schweizerische Post befördert an Spitzentagen bis zu einer Million Pakete pro Tag.
Der durchschnittliche Schaden verschwundener Pakete liegt laut AXA bei 300 Franken. Wer sein bestelltes Paket nicht bekommen hat, soll zunächst mit Lieferdienst prüfen, was passiert ist.
Danach kann bei der Polizei Anzeige erstattet und der Schaden der Versicherung gemeldet werden.